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Digitalisierung

Industrie 4.0 als kontinuierlicher Prozess

| Autor / Redakteur: Katharina Morsch / Stefanie Michel

Die Digitalisierung bei Schalt- und Regelventilen erschließt neue Möglichkeiten in der Prozessautomatisierung.
Die Digitalisierung bei Schalt- und Regelventilen erschließt neue Möglichkeiten in der Prozessautomatisierung. (Bild: Anlagenbau AG)

Industrie 4.0 bietet die Chance, die Anforderungen der Märkte neu zu bewerten und darauf aufbauend neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Das klingt anspruchsvoll, muss aber nicht abschrecken. Industrie 4.0 ist ein kontinuierlicher Prozess, der sich schrittweise bewältigen lässt und bereits „unterwegs“ Vorteile bringt.

  • Die Umsetzung von Industrie 4.0 erfordert smarte Produkte, ein Produktions- und Logistikumfeld für Losgröße 1 sowie modernste Informations- und Kommunikationstechnik.
  • Ein PDM-System übernimmt bei Bürkert die zentrale Speicherung von Daten aus der Produktentwicklung und stellt sie für den weiteren Produktlebenszyklus zur Verfügung.
  • Dem Kunden und Anwender können nach dem Produktkauf neue Services zur Verfügung gestellt werden, wie aktuelle Dokumentationen oder zukünftig auch automatische Ersatzteillieferungen.
  • Mit durchgängiger Kommunikation sind der Digitalisierung kaum Grenzen gesetzt. Im Hinblick auf Datenschutz müssen das Hersteller, Anwender und deren Kunden regeln.

Industrie 4.0 ist heute ein zentrales Thema. Schritt für Schritt werden die damit angestrebten Veränderungen nun auch Realität, denn schon auf dem Weg in die Digitalisierung zeigen sich Vorteile: So steigen durch zunehmende Digitalisierung und durchgängige Datenstrukturen beispielsweise Produktivität und Verfügbarkeit jeder Produktionsanlage – ganz gleich ob es sich um eine kleine Brauerei, eine Schokoladenfabrik oder große Produktionsanlagen der pharmazeutischen Industrie handelt.

Im Prinzip verlangt eine erfolgreiche Umsetzung des Industrie-4.0-Gedankens dreierlei: Zum einen „smarte“ Produkte als technische Basis und zum anderen entsprechende Produktions- und Logistikbedingungen, die es ermöglichen, diese im Idealfall individuell ab Losgröße 1 in hoher Qualität zu fertigen. Für entscheidend hält Heribert Rohrbeck, Geschäftsführer bei Bürkert Fluid Control Systems, den dritten Punkt: „Die gesamte Wertschöpfungs- und Lieferkette eines Unternehmens muss sich mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik verzahnen.“ Das fange bereits bei der Entwicklung eines neuen Produktes an: Schon beim ersten Strich im CAD-System gilt es, den Industrie-4.0-Gedanken zu berücksichtigen. „Eine Ventilmembran beispielsweise muss nicht nur als Ersatzteil über die gesamte Produktlebensdauer verfügbar sein, damit unsere Kunden und im besten Fall dann wiederum deren Anwender ganz praktisch von Industrie 4.0 profitieren können, sondern auch in der exakten Ausführung über alle Änderungsindizes hinweg“, so Rohrbeck weiter. Hierbei hilft der Gedanke des digitalen Zwillings: Er schafft ein virtuelles Abbild der eingesetzten Produktvariante und ist im Product Lifecycle Management (PLM) abgebildet.

Datenspeicher als Grundlage für neue Services

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Daher kommt dem Produktdatenmanagement (PDM) eine entscheidende Bedeutung zu. Es speichert Daten aus der Produktentwicklung und stellt sie den nachgelagerten Phasen des Produktlebenszyklus zur Verfügung. Die im Entwicklungs- und Fertigungsprozess entstandenen Informationen müssen für die weitere Verwendung sinnvoll strukturiert und zentral verfügbar sein. Eine ganzheitliche Informationsbereitstellung über ein solches „Data Backbone“ bietet dann die Grundlage für weitere Services nach dem Verkauf, die genau auf den jeweiligen Kunden und seine Applikation abgestimmt sind – beispielsweise aktuelle Dokumentationen zu jedem Gerät (auch ältere Modelle), Hinweise zu vorbeugenden Wartungsmaßnahmen oder automatische Ersatzteilanforderung. „Durch unsere unternehmensinterne Digitalisierung stellen wir sicher, dass der Anwender auch nach Jahren trotz eventueller Designänderungen oder Weiterentwicklungen immer das passende Ersatzteil für das bei ihm eingesetzte Gerät erhält“, erläutert Rohrbeck.

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