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Hannover-Messe Industrie 4.0: Potenziale und Herausforderungen

| Autor / Redakteur: Reinhold Schäfer / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Welche Bedenken hegen deutsche Unternehmen und hindern sie noch immer beim Umsetzen von Industrie 4.0? Eine Untersuchung zeigt: Robuste und sichere Datennetze sind der Schlüssel zur schnelleren Umsetzung von Industrie-4.0-Initiativen.

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Eine gemeinsame Umfrage der Deutschen Messe Interactive mit dem Netzwerkspezialisten Brocade zeigt: Industrie 4.0 und IoT ist in den meisten Unternehmen ein wichtiges Thema.
Eine gemeinsame Umfrage der Deutschen Messe Interactive mit dem Netzwerkspezialisten Brocade zeigt: Industrie 4.0 und IoT ist in den meisten Unternehmen ein wichtiges Thema.
(Bild: Brocade)

Der Netzwerkspezialist Brocade und die Deutsche Messe Interactive (DMI), Tochterunternehmen des Organisators der Hannover-Messe, veröffentlichen die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie, die 100 Unternehmensentscheider im Rahmen der Industriemesse im April 2016 befragt hat. Gegenstand der Studie waren die Einschätzungen von Industriemanagern zum Thema Industrie 4.0 und inwieweit relevante Initiativen in ihren Firmen bereits eingeleitet oder sogar umgesetzt worden sind. Interessanterweise sehen die Befragten das Thema Industrie 4.0 immer noch mehrheitlich als ein rein technisches.

Die Studie zeigt: Die überwiegende Mehrheit der Befragten, nämlich 79 %, schätzt das Thema Industrie 4.0 als wichtig für ihr Unternehmen ein. 56 % dieser Gruppe planen sogar schon kurzfristig in den Aufbau der entsprechenden Kompetenzen zu investieren. Viele Unternehmen sehen dabei das Thema Sicherheit als besondere Herausforderung. Die Studie ergab aber auch, dass nur 12 % der Befragten Industrie 4.0 mit all seinen Herausforderungen und auch Chancen als ein Thema für die Führungsetage ihres Unternehmens definieren. Vor allem die Produktions- und die IT-Abteilungen werden im Allgemeinen für die Umsetzung in der Verantwortung gesehen.

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Definition von Industrie 4.0 – es dreht sich mal wieder alles um das Datennetz

21 % der befragten Entscheidungsträger gaben an, dass Industrie 4.0 noch nicht relevant sei und immerhin 24 % davon machten die teilweise unklare Definition des Begriffes dafür mitverantwortlich. Genau diese noch unpräzise Begrifflichkeit führe zu großen Unsicherheiten bei der Umsetzung von Initiativen. Auf jeden Fall liege allen Interpretationen des Begriffes ein exponentielles Wachstum an Daten zugrunde.

Mit smarten Komponenten in der Herstellung und deren Einbindung in übergreifende Produktions- und Unternehmens-IT-Systeme würden die Datenmenge und die Zahl der IP-Adressen im Unternehmensnetz dramatisch ansteigen – und alles müsse entsprechend verwaltet und verbunden werden.

Eine einzige Metallpresse könne mehr als 1000 IP-Adressen haben, was schnell zu Zehntausenden solcher Adressen in einer einzigen Produktionsstätte führen könne.

Bereits 2011 stellte Brocade Netzwerklösungen vor, die auf Ethernet Fabric basieren. Die Brocade-VCS-Fabric-Technologie, die in den Brocade-VDX-Switches umgesetzt sei, ermögliche es Unternehmen bis zu 10.000 Server nahtlos zu skalieren und zu virtualisieren.

Zusammen mit einer hohen Switching-Geschwindigkeit sollen Netzwerkkonfigurationen und Management automatisiert und optimiert sowie die Managementeffizienz gesteigert werden können. Dies helfe Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Industrie-4.0-Pläne, weil sie sich auf ein skalierbares, leistungsfähiges und kosteneffizientes Netzwerk verlassen können, mit dem sie ihre wachsenden Datenmengen verwalten können, heißt es.

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