Noax Industrie-PC für den Einsatz in staubiger Umgebung

Autor / Redakteur: Michael Naumann / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Verlässlichkeit, einfache Handhabung und vor allem die Bauweise waren für einen Metall verarbeitenden Betrieb ausschlaggebend bei der Auswahl eines geeigneten Industrie-PC für den Einsatz in der rauen Umgebung der Eisengießerei und des Formenbaus. Geplant ist, dass diese PC in Kürze auch auf den Gabelstaplern im Außenbereich verwendet werden.

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In der Eisengießerei sind die IPC widrigsten Bedingungen ausgesetzt.
In der Eisengießerei sind die IPC widrigsten Bedingungen ausgesetzt.
(Bidl: Dossmann)

Die komplett geschlossene Bauweise der Industrie-PC ist für die Eisengießerei Dossmann sehr wichtig, denn in allen Abteilungen gibt es sehr viel Staub. „Passen Sie auf, Sie werden’s gleich merken!“, sagt Arno Gärtner, der in der Eisengießerei Dossmann für CAD und EDV zuständig ist. Er öffnet eine schwere Eisentür: Heiße Luft und ein scharfer Geruch schlagen einem sofort ins Gesicht, betäuben für einen kurzen Augenblick die Sinne. Sobald sich Augen und Nase an die Umgebung gewöhnt haben, wird eine Halle sichtbar, etwa so groß wie ein Fußballfeld. Ihre Mitte beherrscht ein etwa 4 m hoher Induktionsofen. Aus einem Rohr am oberen Ende des Schmelzofens fließt gerade glühend heiße Eisenschmelze in einen mannshohen Behälter, der an schweren Ketten von einem Deckenkran hängt. Gleichzeitig versprüht das Rohr zahlreiche glühende Funken, die wie bei einer Wunderkerze durch die Luft fliegen. Das glühende Eisen und die Funken tauchen den Raum um den Ofen in orangefarbenes Licht, nur in einer Nische neben dem Ofen schimmert bläulich das Display eines Industrie-PC. Nachdem die „Pfanne“ – so heißt der Behälter im Fachjargon – gefüllt ist, befördert ihn der Deckenkran zu einer viereckigen Form. Exakt über der Öffnung der Form kommt die Pfanne zum Stehen. Dort warten bereits zwei Männer. Langsam und konzentriert drehen sie das Rad an der Pfanne, sodass sie sich neigt und 1400 °C heiße Eisenschmelze in die Form fließt. Die roten LED-Ziffern einer Anzeige, die deutlich sichtbar an der Wand neben dem Ofen angebracht ist, ändern sich im Sekundenrhythmus: 256, 298, 347 kg..., so lange bis die Form gefüllt ist. Der Ofen kann pro Stunde 5 bis 6 t Eisen verarbeiten. Arno Gärtner deutet auf den Industrie-PC: „Für jedes Gussteil müssen wir Gewicht, Gusszeit, natürlich die Stücknummer der Gussteile und viele weitere Angaben erfassen. Den größten Teil davon erledigen wir heute mit den Noax-Industrie-PC.“ Ein Mitarbeiter, der Eisenschmelze in die Form gegossen hat, geht zu dem IPC, tippt mit Handschuhen ein paar Mal kurz auf den Touch und wendet sich dann wieder seinen Kollegen zu. „Die Noax-Computer haben die Datenerfassung der Betriebsdaten viel einfacher und vor allem sicherer gemacht“, erklärt der IT-Fachmann.

IPC widersteht aggressivem Eisenstaub

Die Eisengießerei Dossmann verwendet die Industrie-PC von Noax vor allem in der Gießerei und beim Formenbau. Geplant ist, dass sie in Kürze auch auf den Gabelstaplern im Außenbereich eingesetzt werden. Auf der Cebit 2008 hatte Gärtner sich die robusten IPC aus Ebersberg genau angesehen. Im folgenden Jahr wurde das erste Gerät geordert. Die Entscheidungskriterien, nach denen der IT-Leiter und seine Kollegen die IPC auswählten, sprachen eindeutig für diesen IPC: Verlässlichkeit, einfache Handhabung und vor allem die Bauweise. „Die komplett geschlossene Bauweise war uns besonders wichtig, denn in allen Abteilungen entsteht sehr viel Staub: Holzstaub in der Schreinerei, der sich in jeder Ritze absetzt, in der Fertigung Quarzsand, der an sich schon einen sehr hohen Staubanteil hat, der Kohlenstaub vom Gießen und schließlich der Metallstaub beim Strahlen und Saubermachen der Gussteile. Der ist besonders aggressiv und rostet schnell, wenn es feucht wird. Herkömmliche Computer würde dieser Staub innerhalb von wenigen Tagen zum Erliegen bringen.“

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