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SHW Werkzeugmaschinen

Insolvenzverwalter von SHW gibt erste Stellungnahme ab

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Die Lage im Mai: SHW meldet Insolvenz an

Die Lage im Mai: Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Martin Mucha von der Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger und Partner bestellt. Als sanierungserfahrener Geschäftsführer begleitet Bernd Grupp von der Wintergerst Societät für Unternehmer-Beratung das Insolvenzverfahren. Die Kanzlei Menold Bezler berät die SHW Werkzeugmaschinen GmbH umfassend rechtlich. Nicht von der Insolvenz betroffen ist die SHW Bearbeitungstechnik GmbH.

„Saurer Apfel“ für die Experten für Großbearbeitungszentren

Die SHW Werkzeugmaschinen GmbH sitzt in Aalen-Wasseralfingen in Baden-Württemberg. Der Schwerpunkt der Tätigkeit ist, wie es weiter heißt, die Entwicklung und Herstellung von spanabhebenden Großbearbeitungszentren mit extrem langen Verfahrwegen. Besonderes Know-how besitze SHW Werkzeugmaschinen in der Entwicklung von maßgeschneiderten, hochtechnologischen Fräsköpfen und aufgabenspezifisch konzipierten Maschinen und Systemen aus einem standardisierten Baukastensystem. Das Unternehmen beschäftige in der Gruppe momentan rund 300 Mitarbeiter am Hauptsitz Aalen-Wasseralfingen sowie in Serviceniederlassungen in China, Indien und den USA und plane in diesem Geschäftsjahr einen Umsatz im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die Produkte von SHW sind unter anderem im Anlagen- und Maschinenbau, bei Bau- und Landmaschinen sowie im Transportbereich im Einsatz wo sie beispielsweise für die Fertigung von Komponenten für Großdieselmotoren oder Turbinen genutzt werden.

Trotz guter Aussichten, war die Insolvenz unabwendbar

Die Unternehmenskrise habe sich bereits seit Anfang des Jahres 2017 abgezeichnet, als sich die Konjunktur für Hersteller von Großbearbeitungszentren abschwächte. Zwar konnten Großaufträge aus China gewonnen werden, heißt es, die sich aber zum Teil nicht realisierten und darüber hinaus nachteilige Deckungsbeiträge mit sich brachten. Wachsende Verluste sowie eine zunehmend angespannte Liquiditätssituation spitzten die Lage ab Herbst 2017 zu, was auch durch die zunehmend gute Auftragslage nicht kompensiert werden konnte. Die Umsatzplanung für 2018 war bereits im Januar vollständig mit Aufträgen unterlegt und wies im Vergleich zum Vorjahr ein zweistelliges Umsatzwachstum aus, so SHW. Das Management um Geschäftsführer Anton Müller betont, SHW initiierte einen Restrukturierungsprozess, der trotz der positiven Aussichten für 2018 und 2019 nicht zu Ende gebracht werden konnte.

Dennoch Hoffnung auf Seiten der Unternehmensentscheider

Geschäftsführer Bernd Grupp äußerte: „Wir sind mit Kunden, Lieferanten und Banken im Gespräch, um den Betrieb der SHW Werkzeugmaschinen GmbH fortzuführen und um Arbeitsplätze zu erhalten. Unser gemeinsames Konzept mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter sieht vor, alle möglichen Optionen hierfür zu prüfen.“ Anton Müller, geschäftsführender Gesellschafter ergänzt: „Mit unserer exzellenten Fräskopftechnologie, unserem modularen Baukastensystem sowie unseren loyalen und leistungsbereiten Mitarbeitern sind wir für die kommenden Herausforderungen des Marktes exzellent aufgestellt. Ich bedauere sehr, dass wir trotz voller Auftragsbücher und vielen Überstunden in der Fertigung in unseren Restrukturierungsbemühungen gebremst wurden.“

Der vorläufige Insolvenzverwalter Martin Mucha erklärte: „In einem ersten Schritt muss jetzt zunächst der Geschäftsbetrieb stabilisiert werden. Allerdings sehe ich nach erster kursorischer Prüfung durchaus realistische Chancen, den produktionsseitig gut aufgestellten Betrieb mit seinem attraktiven Maschinenangebot im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens zu sanieren. Die Marke SHW ist im Werkzeugmaschinenmarkt bestens eingeführt, das Unternehmen ist für viele namhafte Kunden ein wichtiger Partner.“

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