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Pallas/Oberflächentechnik

Instandsetzen von Bauteilen oder Werkzeugen durch Beschichten

| Redakteur: Beate Christmann

Pallas nutzt sein Werkstoffwissen, um defekte oder abgenutzte Bauteile instandzusetzen. Beispielsweise versieht es Komponenten mit kostengünstigen und bis zu mehreren Milimetern dicken Schichten aus niedrigschmelzenden Metallen.
Pallas nutzt sein Werkstoffwissen, um defekte oder abgenutzte Bauteile instandzusetzen. Beispielsweise versieht es Komponenten mit kostengünstigen und bis zu mehreren Milimetern dicken Schichten aus niedrigschmelzenden Metallen. (Bild: Pallas)

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Oberflächenspezialist Pallas nutzt sein Know-how in den Bereichen thermisches Beschichten, Chemisch Nickel, Hartverchromen und Laserauftragschweißen, um abgenutzte, defekte oder fehlerhafte Bauteile und Werkzeuge instandzusetzen. Das Unternehmen gibt an, sowohl außen als auch innen liegende Strukturen bearbeiten zu können – auch von Bauteilen mit kleinen Öffnungsdurchmessern.

Das auf Oberflächentechnik spezialisierte Unternehmen Pallas will seinen Kunden mit seinem Werkstoffwissen dazu verhelfen, beschädigte Bauteile in den Bereichen Offshore, Automobil-, Maschinen- und Werkzeugbau nicht zwangsläufig kostenintensiv entsorgen und ersetzen zu müssen, sondern bedarfsgerecht zu reparieren. Je nach Zustand und Einsatzbereich der Komponenten wählt es dafür die Verfahren Thermische Beschichtung, Hartverchromen, Chemisch Nickel oder Laserauftragschweißen einzeln oder in Kombination.

Thermisches Spritzen zur Reparatur rotationssymmetrischer Komponenten

Zur Instandsetzung rotationssymmetrischer Teile wie Walzen, Wellen oder Zylinder mit Schichtdicken von bis zu 1 mm ist thermisches Spritzen bei Pallas oftmals das Verfahren der Wahl. Demnach prädestiniert der schnelle Schichtaufbau es für Reparaturanwendungen, bei denen die Wirtschaftlichkeit vorrangig ist. Um Dichtsitze und Walzen vor Korrosion zu schützen, werden sie mit kostengünstigen und im Bedarfsfall bis zu mehrere Millimeter dicken Schichten aus niedrigschmelzenden Metallen versehen. Als Verschleißschutz werden auf den Anwendungsfall abgestimmte Hartmetalle wie Wolframcarbid und Chromcarbid oder Keramik aufgetragen.

Um Dicht- und Gleitflächen hochbeständig gegen Verschleiß und Korrosion auszurüsten, wählt Pallas in vielen Fällen Hartchrom. Für andere Instandsetzungen kommen bis zu mehrere Zehntelmillimeter dicke Hartchromschichten zum Einsatz, die mit einer Härte von > 60 HRC lange Maschinenstandzeiten gewährleisten. Mit Übermaß erzeugte Schichten werden anschließend auf Fertigmaß geschliffen. Da dieser Arbeitsschritt bei defekten Passungen, komplexen Geometrien oder Innengewinden sehr aufwendig ist, wählt Pallas für deren Bearbeitung in der Regel eine Beschichtung mit Chemisch Nickel.

Innenbearbeitung von Bauteilen mit kleinen Öffnungsdurchmessern

Eine besondere Herausforderung stellt die Innenbearbeitung von verschlissenen oder fehlerhaften Bauteilen mit kleinen Öffnungsdurchmessern, großen Bearbeitungstiefen oder innenliegenden Absätzen dar. Auch hier glaubt Pallas die passende Antwort vorweisen zu können: Demnach soll die Spezialoptik Iclad Innenkonturen bei Bauteilen ab einem Öffnungsdurchmesser von 50 mm durch Laserauftragschweißen bearbeiten können.

Ein eng fokussiert per Laserstrahl schmilzt dabei eine dünne Randschicht des Grundwerkstoffs und das per Düse eingestrahlte Pulver auf. Im entstehenden Schmelzbad verbinden sich die beiden Werkstoffe metallurgisch zu einer dichten Schicht mit geringer Aufmischung.

Die Spezialoptik mit einem 35 mm großen Bearbeitungskopf soll es auch bei lokal eng begrenztem Wärmeeintrag - und damit praktisch ohne Verzug - ermöglichen, das fehlerhafte Design durch 2D- oder 3D-Applikation zu korrigieren. Mit einer integrierten Medienzufuhr soll es mit Iclad möglich werden, Innenkonturen und Sackbohrungen bei nur 30 mm großen Öffnungen bis zu einer Tiefe von 500 mm zu bearbeiten. Bei einem Öffnungsdurchmesser ab 50 mm werden Mit einer aufschraubbaren Verjüngung und einem Öffnungsdurchmesser ab 50 mm soll sich diese Tiefenreichweite auf bis zu 750 mm ausweiten lassen.

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