Smart Grid

Intelligente Netze sind die Chance für innovative Unternehmen

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Ziel des neuen Energiedenkens ist es, den Schritt von der verbrauchsorientierten Erzeugung in Richtung erzeugungsorientierter Verbrauch zu gehen. Inwieweit berücksichtigt das Kompetenzzentrum die vielen kleinen potenziellen Beteiligten außerhalb des Unternehmens EnBW?

Gößmann: Eine vollständige Anpassung des Verbrauchs an die Erzeugung wird realistisch betrachtet nicht möglich sein. Daher wird auch der Betrieb von Speichern, sowohl zentraler großer Speicher in den Hochspannungsebenen als auch dezentraler Speicher im Verteilnetz, in die Überlegungen mit einzubeziehen sein. Auch die Elektromobilität verspricht als steuerbare Last und zukünftig auch als Energiespeicher großes Potenzial. Die EnBW hat bereits einige E-Mobilitäts-Initiativen ins Leben gerufen. So haben wir im Großraum Stuttgart 500 E-Bikes zur Verfügung gestellt und unterstützen zudem die Kommunen im Land bei der Anschaffung und Nutzung elektrisch betriebener Zweiräder. Die Erkenntnisse aus diesen Pilotprojekten helfen uns, die Speicherung intelligent zu regeln.

Die Erzeugung des „neuen“ Stroms ist zeitlich nicht steuerbar. Außerdem kann praktisch jeder zum Erzeuger werden und die Netze zur Übertragung nutzen wollen. Wird es neue Formen der Vertragsgestaltung geben müssen?

Gößmann: Ganz sicher. Wenn eine Anlage beispielsweise auf Basis von Biogas oder Biomasse in sonnen- und windarmen Zeiten Energie erzeugt, werden die Erlöse höher sein. Stellt eine Anlage als Bestandteil eines „virtuellen Kraftwerks“ Regelleistung zur stabilen Systemfunktion bereit, führt das zu weiteren Erlösen. Dies gilt auch für Energiespeicher.

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