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Weidmüller auf der hannover Messe 2019 IP67-I/O-Module mit Pushpull-Steckverbinder

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Seine im Markt etablierte I/O-Familie U-remote ergänzt Weidmüller jetzt mit den Pushpull-Modulen UR67.

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Die I/O-Module U-remote in Schutzart IP 67 mit PushPull-Steckverbinder eigenen sich für Kupfer- und POF-Installationen.
Die I/O-Module U-remote in Schutzart IP 67 mit PushPull-Steckverbinder eigenen sich für Kupfer- und POF-Installationen.
(Bild: Weidmüller)

Die IP67-I/O-Module mit Kupfer- und POF-Anschlüssen (polyoptische Faser) sind nach Profinet IRT V2.3 zertifiziert. U-remote ist Bestandteil des Automatisierungs- und Digitalisierungsportfolios U-mation von Weidmüller. Die IP67-I/O-Module sind für den Einsatz in automatisierten Produktionsprozessen unter rauen Bedingungen geeignet, wie sie beispielsweise bei Schweißrobotern in der Automobilindustrie herrschen, so der Hersteller.

Die I/O-Module U-remote in Schutzart IP 67 mit PushPull-Steckverbinder eigenen sich für Kupfer- und POF-Installationen.
Die I/O-Module U-remote in Schutzart IP 67 mit PushPull-Steckverbinder eigenen sich für Kupfer- und POF-Installationen.
(Bild: Weidmüller)

Gerade in der streng getakteten Automotive-Fertigung sind selbst kurze Stillstände extrem kostspielig. Aus diesem Grund erfordern derartige Anwendungen eine hohe Zuverlässigkeit, die Möglichkeit über Diagnosen vorbeugende Wartungsmaßnahmen zu realisieren und eine schnelle Austauschbarkeit. Die Module unterstützen deshalb die Profinet-Funktion Fast Start-Up (FSU), die ein schnelles Hochlaufen ermöglicht. Damit seien die Geräte in weniger als 500 ms betriebsbereit. So lassen sich zum Beispiel Anwendungen wie Werkzeugwechsel realisieren. Der integrierte Webserver sorgt für eine einfache Inbetriebnahme und schnelle Suche im Fehlerfall. Darüber hinaus sind natürlich auch Firmware-Updates und Downgrades möglich. Die Module gibt es mit 16 digitalen Eingängen oder acht digitalen Eingängen und acht digitalen Ausgängen.

Ein Highlight der Module ist, dass sie sich via Pushpull-Steckverbinder sowohl in ein Kupfer- wie auch in ein POF- Installationssystem integrieren lassen. Das Installationssystem für die Roboterverkabelung ist durchgängig konzipiert und entspricht der Verkabelungsrichtlinie für Profinet, dem Standard, den die Aida-Mitglieder (Automation Initiative of German Domestic Automobil Manufacturers) bei neuen Anlagen ausnahmslos und durchgängig einsetzen. Auf diese Weise wollen sie eine Standardisierung im Industrial-Ethernet-Bereich herbeiführen. Pushpull wurde für diese Anforderungen entwickelt. Das System besteht aus aufeinander abgestimmten Einzelsteckkomponenten für die Verdrahtung der Schlauchpakete und reduziert laut Hersteller den Montageaufwand um rund 50 %. Mit ihnen kann der Anwender per „Plug-and-play“ die drei Basiselemente der industriellen Automation, nämlich Energie, Signale und Daten, stecken. Die robusten Metallgehäuse der Steckverbinder ermöglichen laut Hersteller auch bei rauen Anwendungen eine maximale Lebensdauer. Die UR67-I/O-Module sowie der Pushpull-Steckverbinder sind für einen Einspeisestrom von 2 × 16 A ausgelegt. So lassen sich eine Vielzahl an Modulen versorgen, ohne neu einspeisen zu müssen, heißt es. Für die Datenübertragung setzt Weidmüller auf RJ45-Komponenten der Kategorie 6A, weil diese im Vergelich zu Kategorie-5-Komponenten eine deutlich höhere Systemreserve besitzen sowie auf POF/SCRJ-Steckverbinder. Die neuen Pushpull-Module komplettieren die ganzheitliche Lösung für die Roboterverkabelung, die bisher unter anderem Repeater, Medienkonverter, Pushpull-Steckverbinder und Leitungen beinhaltete.

Weidmüller Interface GmbH & Co. KG auf der Hannover Messe 2019: Halle 11, Stand D58

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