Suchen

Anlagensimulation

ISG präsentiert Simulationssystem als offene Plattform für digitale Zwillinge

| Redakteur: Monika Zwettler

ISG zeigt auf der diesjährigen SPS die überarbeitete Version 2.8 des Simulationssystems ISG-Virtuos, der offenen Simulationsplattform für digitale Zwillinge. Damit soll sich die Inbetriebnahmezeit um bis zu 90 % reduzieren.

Firmen zum Thema

Mit dem Simulationssystem ISG-Virtuos ist mithilfe digitaler Zwillinge die Anlagensimulation basierend auf einer herstellerübergreifenden Komponentenbibliothek möglich.
Mit dem Simulationssystem ISG-Virtuos ist mithilfe digitaler Zwillinge die Anlagensimulation basierend auf einer herstellerübergreifenden Komponentenbibliothek möglich.
(Bild: ISG Steuerungstechnik)

Anwender der Simulationsplattform ISG-Virtuos im Anlagen- und Maschinenbau können dadurch die Time-to-Market signifikant verkürzen und die Inbetriebnahmezeit um bis zu 90 % reduzieren, teilt ISG Industrielle Steuerungstechnik mit. Auch Betreiber der Anlagen profitieren von der Plattform, auf der Hersteller die sogenannten Schattenanlagen für die produktionsbegleitende Optimierung und Serviceunterstützung als Mehrwert anbieten können.

Bildergalerie

Anlagensimulation mit herstellerübergreifender Komponentenbibliothek

Mithilfe einer intuitiven Anwenderoberfläche lässt sich die Anlagensimulation in 3D aus einer herstellerübergreifenden Komponentenbibliothek konfigurieren. Durch den technisch neu umgesetzten Plattformgedanken in der Version 2.8 des Simulationssystems ISG-Virtuos lassen sich digitale Zwillinge nahtlos von Modell- über Software- bis zu echtzeitdeterministischen Hardware-in-the-Loop-Simulationen aufbauen und nutzen.

Auf Basis dieser offenen Plattform mit standardisierten Integrationsmechanismen für virtuelle Komponenten in Bibliotheken, mit virtualisierten Steuerungen diverser Hersteller sowie spezialisierten Simulationslösungen von Drittanbietern lassen sich kundenspezifisch optimierte Simulationslösungen entwickeln.

Dank der intuitiven Konfigurationsoberfläche in 3D und vorhandener Komponentenbibliotheken können auch „normale“ Anwender die Plattform unkompliziert nutzen – Spezialwissen werde in dieser Projektierungsphase nicht benötigt.

Steuerungen im Feldbustakt prüfen

Das Alleinstellungsmerkmal im Bereich der deterministischen Steuerungsechtzeit wurde zudem weiter ausgebaut – mit neuen Bibliotheksbausteinen, die es ebenfalls ermöglichen, Steuerungstechnik im Feldbustakt mit deterministischem Verhalten zu prüfen.

Der Systemtest an einem digitalen Zwilling als Hardware-in-the-Loop-Simulation gestattet laut ISG exakte, auf den Feldbus-Takt von beispielsweise 1 ms genaue Aussagen zur Performance unter Berücksichtigung aller Komponenten und Baugruppen inklusive der Störsituationen von Baugruppen – bis hin zur Fabriksimulation.

Synchrone Ansteuerung von Maschinen– und Roboterachsen

Darüber hinaus ist die neueste Version des ISG-Kernel Bestandteil des Messeauftritts. Mit einer einzigen Steuerung lassen sich durch 24 Kanäle bis zu 24 Maschinen- und Roboterkinematiken parallel und synchron bewegen. Die Offenheit von ISG-Kernel erlaubt es Anwendern, die Lösung kontinuierlich zu erweitern, an eigene Anforderungen bedarfsgerecht anzupassen und einfach in ihr Produktionsumfeld zu integrieren.

„Roboter und Werkzeugmaschine wachsen immer weiter zu hybriden Anlagen zusammen und bearbeiten gemeinsam Bauteile“, sagt Roland Beeh, Leiter der Kernel-Entwicklung bei ISG. „Es ist naheliegend, ihnen dafür eine gemeinsame Sprache zu geben und Anwender damit in die Lage zu versetzen, alle Systeme zeitgleich und ohne Sprachbarriere anzusprechen.“

Der digitale Prüfer sorgt für automatisierte Testabläufe

Durch die Automatisierung von Testabläufen mit ISG-Dirigent lässt sich darüber hinaus die Qualität der Steuerungssoftware in Verbindung mit den digitalen Zwillingen bereits frühzeitig optimieren. Mit diesem, auf der letzten SPS erstmalig präsentierten Testautomatisierungswerkzeug (TAW) können Maschinen- und Anlagenbauer zahlreiche automatisierte Komponenten-, Integrations- und Systemtests in Verbindung mit digitalen Zwillingen an realen Steuerungen durchführen.

Bislang waren die Kunden bei der Auswahl ihrer CNC-/PLC-Steuerungen jedoch auf die Siemenssteuerungen Sinumerik 840D sl und Simatic S7 beschränkt. „Ab sofort ist unser System hier viel flexibler“, sagt Dr.-Ing. Gerhard Krebser, Entwicklungsleiter ISG-Dirigent. „Die Kunden können nun auch auf Beckhoff- (CNC und PLC) und Fanuc-Steuerungen (CNC) zurückgreifen. Der Aufbau einer kompletten, herstellerunabhängigen Bibliothek für CNC-Steuerungen macht gute Fortschritte“, so Krebser weiter.

ISG Steuerungstechnik auf der SPS 2019: Halle 6, Stand 340

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal www.konstruktionspraxis.de

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46174338)