Solarenergie

Jedem Hallendach seine lohnende Solaranlage

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Die spezielle Materialkombination von Flexoskin ermögliche so flexible Photovoltaik an Orten, wo die schweren, starren Module nicht verwendet werden könnten: auf den Flachdächern großer Gewerbehallen etwa, die aufgrund ihrer Statik nur wenig belastet werden dürfen, oder auf Autodächern und Rucksäcken, wo die flexiblen Photovoltaikmodule als mobile Stromquellen dienen können.

Die Barrierefolie wird derzeit von verschiedenen Kunden getestet, Photovoltaikprodukte mit der Neuheit sind noch nicht verfügbar, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage unserer Redaktion erläuterte. Insofern verwundert es auch nicht, dass sich die Anbieter von Befestigungssystem noch skeptisch zeigen. So sieht Rolshoven die entscheidenden Entwicklungen am Markt, die Solaranlagen für noch nicht geeignete Dächer verfügbar machen, bei den Unterkonstruktionen: „Module haben bisher wenig Einfluss.“ Noch kritischer äußert sich Hillebrand-Hansen: „Eine Reduzierung ist fast nur noch beim Modul selbst möglich. Hier sehen wir bei den kristallinen Modulen aktuell wenig Aktivitäten der Hersteller. Produkte auf Basis flexibler Module sind nach unseren Tests derzeit nur eingeschränkt marktreif.“

Anbieter sehen noch viel Potenzial bei Gewerbebauten

Unabhängig vom politischen Hin und Her um die Solarförderung sehen die Anbieter gerade bei Gewerbebauten noch viel Potenzial für die Photovoltaik. „Das ist unser wichtigstes Marktsegment in Deutschland“, berichtet Rolshoven. „Bezüglich der Dachflächen ist gerade erst ein kleiner Teil mit Photovoltaik genutzt“, sagt auch Hillebrand-Hansen. Mittelständische Gewerbetreibende und die Industrie könnten schon heute durch Eigenverbrauch den Strompreisanstieg dämpfen (siehe Kasten).

Ergänzendes zum Thema
Eigenverbrauch lohnt sich

Gewerbe und Industrie, deren Jahresstrombedarf im mittleren Bereich liegt und die den auf der eigenen Immobilie produzierten Solarstrom zum größten Teil selbst verbrauchen, anstatt ihn ins Stromnetz einzuspeisen, profitieren nach Untersuchungen der Sunova AG überdurchschnittlich und trotz der Senkung der EEG-Vergütung auf das Niveau heutiger Strombezugskosten.

Eine unternehmensinterne Erhebung auf Basis von Kundendaten zeige, dass Gewerbe- und Industriebetreiber mit mittlerem Jahresstromverbrauch auch weiterhin mit ihrer eigenen Aufdachanlage eine interessante Rendite erwirtschaften, wenn sie sich für den höchstmöglichen Eigenverbrauch des Sonnenstroms und für das im EEG verankerte Vermarktungsmodell der Überschusseinspeisung entscheiden. Hingegen habe das Renditenmodell über die EEG-Einspeisevergütung an wirtschaftlichem Anreiz verloren.

Grund sei vor allem der drastische Kostenanstieg für den Strombezug. Mittelständische Unternehmenskunden, deren Jahresverbrauch bei bis zu 500.000 kWh liegt, zahlen laut Untersuchung bereits heute Netto-Strombezugskosten zwischen 13 und 18 Cent. Da sich demnach die Kostenverläufe für die solare Stromerzeugung unter Einbezug aller Startinvestitionen und den herkömmlichen Strombezug bereits schneiden, habe das Gros der Sunova-Kunden die Grid Parity erreicht.

In den vergangenen Jahren lagen laut Untersuchung die jährlichen Teuerungsraten für den Strombezug durchschnittlich bei mehr als 5 %. Gehe man davon aus, dass die Stromkosten auch in den kommenden Jahren um vergleichbare Prozentpunkte steigen, werde das eigene Solarkraftwerk zu einer eindeutigen Kostenbremse.

„Eigenverbrauchsquoten von 80 % und höher sind ohne Speicher möglich, einfach durch die Anpassung der Anlagengröße an den Verbrauch“, erläutert der Sunova-CTO weiter. „Bewusst legen wir deswegen in Absprache mit unseren Kunden und auf Grundlage von deren jährlicher Stromrechnung und Lastenprofil die Größe der Photovoltaik-Anlagen so aus, dass der Eigenverbrauchsanteil bei mehr als 70 % liegt. Bewährt haben sich in der Praxis die Solarkraftwerke, deren installierte Leistung etwa die Hälfte des Jahresstromverbrauchs abdeckt.“ Der Solarstrom, der in Industrie nicht verbraucht werden kann, fließe dann ins Stromnetz.

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