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Die spezielle Materialkombination von Flexoskin ermögliche so flexible Photovoltaik an Orten, wo die schweren, starren Module nicht verwendet werden könnten: auf den Flachdächern großer Gewerbehallen etwa, die aufgrund ihrer Statik nur wenig belastet werden dürfen, oder auf Autodächern und Rucksäcken, wo die flexiblen Photovoltaikmodule als mobile Stromquellen dienen können.
Die Barrierefolie wird derzeit von verschiedenen Kunden getestet, Photovoltaikprodukte mit der Neuheit sind noch nicht verfügbar, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage unserer Redaktion erläuterte. Insofern verwundert es auch nicht, dass sich die Anbieter von Befestigungssystem noch skeptisch zeigen. So sieht Rolshoven die entscheidenden Entwicklungen am Markt, die Solaranlagen für noch nicht geeignete Dächer verfügbar machen, bei den Unterkonstruktionen: „Module haben bisher wenig Einfluss.“ Noch kritischer äußert sich Hillebrand-Hansen: „Eine Reduzierung ist fast nur noch beim Modul selbst möglich. Hier sehen wir bei den kristallinen Modulen aktuell wenig Aktivitäten der Hersteller. Produkte auf Basis flexibler Module sind nach unseren Tests derzeit nur eingeschränkt marktreif.“
Anbieter sehen noch viel Potenzial bei Gewerbebauten
Unabhängig vom politischen Hin und Her um die Solarförderung sehen die Anbieter gerade bei Gewerbebauten noch viel Potenzial für die Photovoltaik. „Das ist unser wichtigstes Marktsegment in Deutschland“, berichtet Rolshoven. „Bezüglich der Dachflächen ist gerade erst ein kleiner Teil mit Photovoltaik genutzt“, sagt auch Hillebrand-Hansen. Mittelständische Gewerbetreibende und die Industrie könnten schon heute durch Eigenverbrauch den Strompreisanstieg dämpfen (siehe Kasten).
„Eigenverbrauchsquoten von 80 % und höher sind ohne Speicher möglich, einfach durch die Anpassung der Anlagengröße an den Verbrauch“, erläutert der Sunova-CTO weiter. „Bewusst legen wir deswegen in Absprache mit unseren Kunden und auf Grundlage von deren jährlicher Stromrechnung und Lastenprofil die Größe der Photovoltaik-Anlagen so aus, dass der Eigenverbrauchsanteil bei mehr als 70 % liegt. Bewährt haben sich in der Praxis die Solarkraftwerke, deren installierte Leistung etwa die Hälfte des Jahresstromverbrauchs abdeckt.“ Der Solarstrom, der in Industrie nicht verbraucht werden kann, fließe dann ins Stromnetz.
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