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Konjunktur Keine Entwarnung für den Maschinenbau

Redakteur: Melanie Krauß

Zum Jahresauftakt hat der Maschinenbau in Deutschland überraschend einen guten Start hingelegt. Entwarnung gibt der VDMA jedoch noch nicht.

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Trotz einem guten Start ins neue Jahr erwartet der VDMA noch einige Turbulenzen für die Branche.
Trotz einem guten Start ins neue Jahr erwartet der VDMA noch einige Turbulenzen für die Branche.
(Bild: ©Kadmy - stock.adobe.com)

Im Januar legten die Auftragseingänge im Maschinenbau um real 7 % im Vergleich zum Vorjahr zu. „Das ist leider kein Zeichen für eine nachhaltige Konjunkturbelebung. Für das Plus sind vor allem einige Großaufträge verantwortlich, die im Januar in die Bücher kamen“, sagt jedoch VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Wir müssen zudem damit rechnen, dass sich die Auswirkungen der Corona-Krise in den nun anstehenden Berichtsmonaten deutlich in den Orderzahlen widerspiegeln werden.“

Besonders positiv schlugen im Januar die Bestellungen aus dem Inland zu Buche (plus 11 %), aber auch aus den Nicht-Euro-Ländern erhielten die Maschinenbauer 8 % mehr Orders. Aus den Euro-Partnerländern wurden dagegen 4 % weniger Aufträge verzeichnet. Insgesamt legten die Auslandsbestellungen damit zu Jahresbeginn um 5 % zu.

Im Drei-Monats-Zeitraum November 2019 bis Januar 2020 wurden insgesamt 5 % weniger Aufträge verbucht (Inland minus 3 %, Ausland minus 6 %). Aus den Euro-Ländern kamen 8 % weniger Orders, aus dem Nicht-Euro-Raum waren es 5 % weniger Bestellungen.

Corona-Virus und Lieferketten

Die Produktionsausfälle in China aufgrund des Corona-Virus werden voraussichtlich auch im deutschen Maschinenbau für Einbußen sorgen. China ist nicht nur der zweitwichtigste Abnehmer von deutschen Maschinenbauerzeugnissen. Die Volksrepublik war 2019 auch Deutschlands wichtigster ausländischer Lieferant von Maschinen, vor allem aber von Komponenten und Teilen.

„Wir müssen mit Einschränkungen entlang der Lieferketten von China nach Deutschland rechnen”, lautet die Erwartung des VDMA-Chefvolkswirts. Die VDMA-Volkswirte kommen in einer aktuellen Analyse zum Ergebnis, dass rund ein Viertel aller Vorleistungen des deutschen Maschinenbaus aus dem Ausland kommen. Der chinesische Wertschöpfungsanteil allein dürfte inzwischen rund 3 bis 4 % erreicht haben.

„Das erscheint auf den ersten Blick zwar gering. Doch die globalen Wertschöpfungsketten sind eng verzahnt. Fehlen einzelne Schlüsselkomponenten, wie beispielsweise eine in China hergestellte hochspezifische Steuerungseinheit, kommt es, sofern keine anderen Lieferanten einspringen können, zu einer gravierenden Störung im Produktionsablauf“, so Wiechers. „Am Ende kann das dazu führen, dass eine Maschine nicht an den Kunden ausgeliefert werden kann.“

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