Die Jahrhundert-Chance! Deutschland soll weltweit erstes Kernfusions-Kraftwerk haben

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Die Forschungs-Hubs in Garching, Biblis und Karlsruhe sollen Deutschland das erste kommerziell nutzbare Kernfusions-Kraftwerk bescheren ...

Die Sonne macht uns vor, wie die Kernfusion funktioniert: Protonen verschmelzen zu Heliumkernen, was Unmengen an Energie freisetzt. Deutschland hat nun ein Programm gestartet, das in etwa 15 Jahren ein kommerziell nutzbares Kernfusions-Kraftwerk bringen soll.(Bild:  Nasa)
Die Sonne macht uns vor, wie die Kernfusion funktioniert: Protonen verschmelzen zu Heliumkernen, was Unmengen an Energie freisetzt. Deutschland hat nun ein Programm gestartet, das in etwa 15 Jahren ein kommerziell nutzbares Kernfusions-Kraftwerk bringen soll.
(Bild: Nasa)

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) gab in Berlin den Startschuss für das ambitionierte Vorhaben, das erste kommerzielle Kernfusions-Kraftwerk zu bauen. Die Hauptstandorte sind demnach Karlsruhe, das südhessische Biblis sowie Garching bei München. Denn dort wird bereits der erste Forschungsreaktor zur Kernfusion gebaut. Auch Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg sind an den Hubs bei diesem heißen Thema beteiligt, wie man weiter erfährt. Die Kernfusion immerhin als eine Möglichkeit, die Energieprobleme der Zukunft zu lösen. Deshalb sei es wichtig, dass Deutschland dabei am Steuer sitze und nicht nur wieder als Beifahrer fungiere. Wer es nicht weiß: Fusionsenergie entsteht, wenn Atomkerne unter sehr hoher Temperatur und hohem Druck miteinander verschmolzen werden. Theoretisch läßt sich so eine Menge Energie klimaneutral bereitstellen. Doch die Forschung betreibt man weltweit, um das einst in einem Kraftwerk in der Praxis umsetzen zu können.

Zwei Fusionsmöglichkeiten unter der Lupe

Auch welches dazu das erfolgversprechendste Verfahren ist, ist wohl noch unklar. Die Fusion mittels Magnetfeldern soll vor allem an den bayerischen Standorten Garching und Gundremmingen sowie in Mecklenburg-Vorpommern erforscht werden. Auch die Standorte Rostock und Stralsund sind an der Version mit Magnetfeldern beteiligt. In Biblis soll es aber mit Unterstützung aus der Unis in Hamburg und Kiel um die laserbasierte Kernfusion gehen. Karlsruhe bearbeitet unterdessen die Themen Brennstoffkreislauf und Materialentwicklung, die für den Betrieb eines Fusionskraftwerks erforderlich sind, wie es weiter heißt. Das erste kommerzielle Kernfusionskraftwerk der Welt soll nach dem Willen der Bundesregierung in den 2040er-Jahren in Deutschland seinen Betrieb aufnehmen. Deshalb fördert das Forschungsministerium die drei Hubs in einer ersten Runde mit 125 Millionen Euro. Bär spricht von einer Jahrhundert-Chance für Deutschland.

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