Weiterbildung KI-Einführung durch praktisches Lernen fördern

Redakteur: Stefan Guggenberger

Ein Forschungsprojekt an der RWTH Aachen befasst sich mit der Implementierung von KI-Assistenzsystemen in Unternehmen. Dabei zeigt sich, dass Mitarbeiter schneller mit KI arbeiten können, wenn sie an den Entscheidungen beteiligt werden und die Anwendungen mitentwickeln.

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KI-Anwendungen stoßen regelmäßig auf Widerstände in Unternehmen. Um diese abzubauen, sollten Mitarbeiter so früh wie möglich in KI-Projekte integriert werden.
KI-Anwendungen stoßen regelmäßig auf Widerstände in Unternehmen. Um diese abzubauen, sollten Mitarbeiter so früh wie möglich in KI-Projekte integriert werden.
(Bild: gemeinfrei // Unsplash)

Das Forschungsprojekt KI-LIAS befasst sich mit dem Abbau von Widerständen und dem Aufbau sinnvoller Anwendungen bei der Einführung von KI-basierten Assistenzsystemen. Dazu haben das FIR, das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) und das Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen (IAW) ein Vorgehen entwickelt, mit dem KI-Systeme erfolgreich integriert werden können. Dabei steht die Beteiligung der Mitarbeiter am Auswahl- und Entscheidungsprozess sowie an der Entwicklung, Einführung und Umsetzung der KI-Anwendungen im Mittelpunkt. Die Inhalte und Ergebnisse der Forschung werden in praktischen Workshops an die Unternehmen weitergegeben.

Neue Technologien sind nur so gut wie ihre Anwendung

‚Learning by Doing‘ ist ein einfacher wie effektiver Ansatz zum Kompetenzaufbau. Dieses praktische Lernkonzept bildet auch die Grundlage für das KI-LIAS-Projekt, bei dem ‚lernförderliche Anwendungen‘ im Bereich der KI entwickelt werden. So sollen Mitarbeiter mit den erforderlichen Fähigkeiten für den Einsatz neuer Technologien ausgestattet und Akzeptanz für Neues geschaffen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die Beschäftigten so früh wie möglich in Projekte zur Definition und Entwicklung von KI-Assistenzsystemen eingebunden werden. Dieser partizipative Ansatz schaffe ein gemeinsames Verständnis zu den Effekten des arbeitsintegrierten Lernens, etwa zur Beurteilung von Belastungen oder zu Umfang und Inhalt getroffener Maßnahmen. Zudem soll der Ansatz Wertschätzung vermitteln und die Motivation zur Einführung von KI-Anwendungen verbessern.

Seit November 2020 wurden die Inhalte des Projekts in mehr als 40 Workshops mit Teilnehmern aus 24 verschiedenen Aufgabenbereichen vermittelt. Dabei konnten mehr als 20 Use-Cases für KI-Anwendungen ermittelt werden.

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