Knickarmroboter Knickarmroboter mit 3D-Kamera bringt Ordnung ins Chaos

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Mit der Applikation „Mikado ARC – Autonomous Robot Control“ bietet Isys Vision eine kameragestützte Lösung für das autonome Bin-Picking an. Dazu ist ein 3D-Visionsystem von Isys Vision an einen Mitsubishi Electric Knickarmroboter vom Typ RV-4FLM angebracht und kommuniziert direkt mit dem zugehörigen Robotercontroller für eine sofortige Synchronisation.

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Mit dem 3D-Visionsystem von Isys Vision kann der Melfa-Roboter seine Bewegungen intelligent und automatisch der jeweiligen Lage von aufzunehmenden Objekten anpassen.
Mit dem 3D-Visionsystem von Isys Vision kann der Melfa-Roboter seine Bewegungen intelligent und automatisch der jeweiligen Lage von aufzunehmenden Objekten anpassen.
(Bild: Isys Vision)

Die Mikado ARC-Steuerung mit dem 3D-Visionsystem verleiht dem Melfa-Roboter die Fähigkeit, seine Bewegungen intelligent und automatisch der jeweiligen Lage von aufzunehmenden Objekten anzupassen und somit autonom innerhalb des festgelegten Arbeitsbereichs zu agieren. René Purwin, Projektmanager, Isys Vision, erläutert: „Unsere Lösung ermöglicht die Weiterverarbeitung von chaotisch liegenden Produkten, Halbfertigzeugen oder Rohwaren in einer Box oder als Schüttgut auf einem Förderband. Mithilfe der 3D-Kamera erkennt der Roboter die Teile, greift sie auf und legt sie zur weiteren Bearbeitung zum Beispiel auf ein Förderband, in eine Prüfstation oder ein Magazin. Das klingt zunächst einfach, ist aber nur schwer zu automatisieren. Dabei ist diese Aufgabe in der Industrie gang und gäbe.“

Sensibler Roboter greift kollisionsfrei

Mittels 3D-Bildverarbeitung findet der Roboter die Teilekiste und vermisst sie. In der Kiste erkennt er übereinander liegende oder ineinander verhakte Teile und sucht sich autonom das am besten zu greifende. Die Sensibilität des Roboters lässt sich in Mikado ARC an die Produkte anpassen: robuste Halbzeuge schiebt er auch beiseite, empfindliche Produkte werden kollisionsfrei gegriffen.

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Problemlose Anpassung des Visionssystem an den Industrieroboter

Der Anwender oder Systemintegrator definiert einmalig die Arbeitszellengeometrie und teacht per CAD-Zeichnung oder mit der zum System gehörenden 3D-Kamera die zu greifenden Objekte. Die Bahnberechnung und das Finden sowie das Ablegen der Teile – auch mit Zwischenstationen zum Ausrichten oder Messen – müssen nicht mehr eingeteacht werden, denn mit Mikado ARC arbeitet der Roboter autonom und unbeaufsichtigt. Dank der leicht verständlichen Software sind für Einrichtung und Bildverarbeitung keine speziellen Programmierkenntnisse nötig. Das robuste Visionsystem lässt sich problemlos ohne Systemanpassungen an neue sowie bestehende Industrieroboter anbinden.

Mikado ARC löst für viele Anwendungen das Problem des „Griffs in die Kiste“. Der autonome Roboter entlastet Mitarbeiter von anstrengenden und ermüdenden Pick-and-Place-Jobs, arbeitet rund um die Uhr und sorgt für Produktivitätssteigerung. Gleichzeitig ist das Lösungspaket ausgesprochen kostengünstig, so der Hersteller weiter.

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