Datenschutz Kommt die EU-DSGVO zu spät?
Anbieter zum Thema
Am 25. Mai endet die Übergangsfrist für die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) und Datenschutzverstöße werden mit hohen Strafen belegt. Kurz vor diesem Stichtag herrscht helle Aufregung um die Facebook-Datenpanne. Ob unter den 50 Mio. betroffenen Kunden auch EU-Bürger sind, ist noch unklar. Doch schon jetzt kann man aus dem Facebook-Debakel zweierlei lernen: Erstens, wie man es nicht macht. Zweitens, wie man es selbst besser macht.
Facebook – gefällt mir nicht mehr! Wie sehr diese Umkehrung des weltweit erfolgreichen Slogans den Facebook-Gründer schmerzen muss, ist kaum auszudenken. Der Stolperstein: eine missglückte Datenschutzstrategie, die mit Datensammlung und Datennutzung begann und mit Datenhandel, Datenvernachlässigung, Datenmissbrauch und Vertrauensverlust zu enden scheint. Natürlich gilt auch hier, wie bei jeder klassischen Tragödie: je höher der Status, desto tiefer der Fall.
Noch weiß man nicht, wie diese Geschichte ausgehen wird, doch dass die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica Zugriff auf Daten von 50 Mio. Facebook-Nutzern hatte, sorgte für ein PR-Debakel und ein finanzielles Desaster. Facebook verlor an der Börse binnen drei Tagen ab Bekanntwerden dieser Informationen bis zu 50 Mrd. US-Dollar an Unternehmenswert. Die Süddeutsche Zeitung titelte zu diesem Zeitpunkt sogar „Der blaue Riese wankt“. Und mit jedem weiteren Detail, das ans Licht kam, geriet das Unternehmen mehr ins Schleudern, denn es gab ohne Zustimmung der Nutzer offenbar besonders heikle Formen der Datennutzung, möglicherweise sogar eine Beeinflussung des US-Wahlkampfes.
Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich und lesen Sie weiter
Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, müssen Sie registriert sein. Die kostenlose Registrierung bietet Ihnen Zugang zu exklusiven Fachinformationen.
Sie haben bereits ein Konto? Hier einloggen