Konstruktion Korrekter Einbau maximiert Standzeit von Drehdurchführungen

Autor / Redakteur: Jörn Jacobs und Heribert freitag / Josef-Martin Kraus

Ist der Einbauraum zu eng ausgelegt oder die Montage nicht korrekt durchgeführt, erreicht die beste Drehdurchführung nicht die technisch maximale Lebensdauer. Um solchen Fehlern vorzubeugen, muss bereits bei der Maschinenkonstruktion für optimierte Einbaubedingungen gesorgt werden.

Firmen zum Thema

Bei Drehdurchführungen müssen flexible Schläuche bogenförmig und torsionsfrei verlegt sowie druckdicht an die starren Rohre angeschlossen werden. Bild: Deublin
Bei Drehdurchführungen müssen flexible Schläuche bogenförmig und torsionsfrei verlegt sowie druckdicht an die starren Rohre angeschlossen werden. Bild: Deublin
( Archiv: Vogel Business Media )

Drehdurchführungen dienen zur Ein- und Durchleitung verschiedener Medien in rotierende Maschinenteile. Die Medien können zum Beispiel Druckluft, Wasser, Kühlschmierstoffe, Hydraulik- oder Thermoöl sein. Auch die Übertragung von Vakuum ist möglich. Bei gängigen Drehdurchführungen wird die Abdichtung vom drehenden Element – dem „Rotor“ – und zum stehenden Bauteil – dem „Stator“ – meist über Gleitringdichtungen und zugehörigen technischen Finessen realisiert. Auch bei äußerst präziser Fertigung und Verwendung hochbelastbarer Werkstoffe unterliegt jede Drehdurchführung dennoch einem Verschleiß. Das liegt unweigerlich an ihrer Aufgabe.

Maximierung der Lebendauer von Montagequalität abhängig

Unabhängig von Betriebsparametern wie Drehzahl, Druck, Temperatur, Volumina, Durchfluss und Strömungsgeschwindigkeit, die bei einer Drehdurchführung die Lebensdauer begrenzen, gibt es weitere Wirkgrößen, die stark die Funktionalität dieser Maschinenteile beeinflussen. So ist der Montagevorgang ein wesentlicher Faktor zur Maximierung der Lebensdauer einer Drehdurchführung.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 9 Bildern

Aufgrund ihrer Lagerung ist es wichtig, dass sie sich im montierten Zustand leicht und frei von jeder Verspannung drehen lässt. Bereits bei diesem Vorgang können durch falsche Schlauchlängen oder falsche Verschraubungsteile die Lager verspannt werden.

Gerade der Schlauchmontage kommt eine große Bedeutung zu. Das Wichtigste dabei ist die Reihenfolge der Montageschritte: Erst kommen alle flexiblen Schläuche an die Drehdurchführung, danach werden sie mit den vorgegebenen Anzugsmomenten an das Wellenende geschraubt. Beim Anschrauben an die feste Verrohrung ist ein Verdrillen der Schläuche zu vermeiden.

(ID:349395)