Konstruktion

Korrekter Einbau maximiert Standzeit von Drehdurchführungen

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Werden diese Fehler kurzfristig behoben – oder besser, erst gar nicht gemacht –, profitiert der Anwender von einer langen Lebensdauer basierend auf den Applikationsparametern ohne Störgrößen aus der Montage. Das Präzisionsteil Drehdurchführung kann dann seine Wirkung voll entfalten und in den meisten Fällen Maschinenstillstand und Wartungskosten reduzieren helfen. Drehdurchführungen von Qualitätsherstellern haben ab Werk eine lange Lebensdauer.

Beengter Einbauraum ist oft schuld an eingeschränkter Lebensdauer

Dennoch bleiben Drehdurchführungen Verschleißteile, deren Lebensdauer – rein technisch betrachtet – von Applikationsparametern wie Drehzahl, Druck und Temperatur – bestimmt wird. Man spricht daher bei Verschleißteilen von einer maximalen theoretisch-technischen Lebensdauer. Das ist den meisten Maschinenkonstrukteuren und Anwendern durchaus bekannt.

Weniger bewusst ist häufig, dass viele weitere Parameter großen Einfluss auf die Maximierung der technischen Lebensdauer haben. Man kann das mit der eigentlichen Lebensdauer eines Autoreifens vergleichen, die bei etlichen zehntausend oder auch hunderttausend Kilometern liegt, denn Hersteller von Qualitätsreifen sorgen dafür, dass dieses Verschleißteil lange hält. Sind aber Spur und Sturz verstellt oder stimmt der Luftdruck nicht, wird sich der Reifen weit stärker als üblich abnutzen und seine technisch maximale Lebensdauer nicht erreichen.

Bei engem Gehäuse wird Anschlussschlauch oft nicht ausreichend bogenförmig angeschlossen

Ähnlich verhält es sich prinzipiell bei Drehdurchführungen, deren Montage, Einbauraum oder Einbaubedingungen nicht korrekt ausgeführt, gestaltet oder nicht ausreichend berücksichtigt worden sind. So zeigt die Praxis, dass die Drehdurchführung – mit eigenen Lagern – häufig in einem engen Gehäuse eingebaut wird. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass der Anschlussschlauch nicht ausreichend bogenförmig und flexibel angeschlossen wird, ja teilweise sogar eine starre Verbindung zur Drehdurchführung führt (Bild 2).

Der Maschinenkonstrukteur lastet solchermaßen Kräfte auf die Drehdurchführung und ihre Lager ab, für die sie nicht geschaffen wurden. Diese Verspannungslasten reduzieren die maximale technische Lebensdauer erheblich und können sogar zu Ermüdungsbrüchen führen. Bild 3 zeigt solche typischen Verschleißspuren an einer Drehdurchführung.

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