Konstruktion

Korrekter Einbau maximiert Standzeit von Drehdurchführungen

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Niemals sollte ein flexibler Schlauch verdrillt mit einer festen Verrohrung verbunden werden. Immer ist er bogenförmig und torsionsfrei zu verlegen sowie druckdicht an die stehende Rohrleitung anzuschließen. Ein druckdichtes Anschließen ist auch bei einer direkten Verbindung zwischen Drehdurchführung und Maschinenteil wichtig, wobei die Anzugsdrehmomente des Maschinenherstellers nicht überschritten werden dürfen. Außerdem ist es von hoher Wichtigkeit, die Aufnahme für die Drehdurchführung frei von Graten und Spänen zu halten.

Verlegen der Leckageleitung mit mindestens 15° Gefälle

Falls eine Leckageleitung erforderlich ist, muss diese immer fallend verlegt werden (Gefälle mindestens 15°) und einen möglichst großen freien Querschnitt haben. Bei vertikal montierter Drehdurchführung ist eine stetig fallend verlegte Leckageleitung erforderlich, bei horizontal montierter Drehdurchführung muss der Leckageanschluss nach unten zeigen, bildlich gesprochen in „6-Uhr-Stellung“. Liegt die Leckageleitung höher als der Leckanschluss, würde die Drehdurchführung durch entstehende Leckage geflutet, eine unzulässige Betriebsweise wäre die Folge. ?

Eigentlich sind die genannten Punkte – wie auch die Einhaltung der Montageschrit-te – eine Selbstverständlichkeit, allerdings zeigt nicht selten die Praxis, dass einige Anwender von Drehdurchführungen offensichtlich nach „Montagealternativen“ suchen, wie Bild 1 deutlich macht. Statt sich nachher über die vermeintlich „kurze“ Lebensdauer zu wundern, hätte der Anwender im Prinzip direkt nach der Inbetriebnahme nur auf seine Drehdurchführung „hören“ müssen. Die Drehdurchführung gibt nämlich schnell zu erkennen, wenn die Einbausituation nicht korrekt ist.

Schlagende oder taumelnde Drehdurchführung weist auf ausgeschlagenes Aufnahmegewinde hin

Schlägt oder taumelt die Drehdurchführung, ist die Zentrierung außerhalb der Toleranz. Das ist ein Hinweis darauf, dass das Aufnahmegewinde ausgeschlagen ist oder Fehler in der Montage vorliegen. Macht die Drehdurchführung Vibrationsgeräusche oder wird sie im Lagerbereich heiß, können mechanische Verspannungen aufgrund der Einbausituation daran schuld sein – mit der Folge, dass die Drehdurchführung nicht frei läuft.

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