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Kommentar Künstliche Intelligenz (KI) – Jobkillerin oder wichtige Stütze?

| Autor/ Redakteur: Daniel Fallmann* / B.A. Sebastian Hofmann

Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt umkrempeln. Ob zum Besseren oder zum Schlechteren – da sind sich viele noch unschlüssig. Für den KI-Experten Daniel Fallmann ist die Sache ganz klar.

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Ob Künstliche Intelligenz die Arbeit des Menschen ersetzen wird? Der KI-Experte Daniel Fallmann bezweifelt das.
Ob Künstliche Intelligenz die Arbeit des Menschen ersetzen wird? Der KI-Experte Daniel Fallmann bezweifelt das.
(Bild: ©Stockfotos-MG - stock.adobe.com)

Täglich sind wir mit Nachrichten zu Künstlicher Intelligenz konfrontiert. Manchmal scheint es fast so, als gäbe es im IT-Umfeld kein anderes Thema mehr. Immer wieder ist die Rede von „Jobkillern“ und Bedrohungen wie von „Skynet“, der kriegerischen KI aus den Terminator-Filmen.

Doch bleiben wir realistisch: Es hat zwar in den letzten Jahren enorme Fortschritte auf dem Gebiet Künstliche Intelligenz gegeben, aber der gefürchtete Jobkiller wird uns so schnell nicht einholen. Viel eher begegnen wird uns die Technologie in Form von Assistenzsystemen oder (teil-)autonom fahrenden Autos. Das sind Dinge, die wir sicher rasch zu schätzen lernen werden.

Die Technologie wird außerdem viele Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützen. Mit der Wandlung analoger hin zu digitalen Prozessen und einer immer größeren Datenflut ändern sich die Arbeitsweisen in der Industrie dadurch gerade drastisch. KI kann die Verantwortlichen dabei unterstützen, indem sie Routinearbeiten automatisiert – beispielsweise Dokumente nach ihrem Inhalt sortiert. Recherchetools auf KI-Basis werden Mitarbeitern proaktiv und kontextbasiert die Info zur Verfügung stellen, die sie bei ihrem konkreten Arbeitsschritt benötigen.

Richtig eingesetzt spart Künstliche Intelligenz den Mitarbeitern so Zeit und Kosten und hilft ihnen bei ihrer täglichen Arbeit. Die Diskussion um KI sollte sich wieder mehr auf diese Tatsache konzentrieren. Natürlich steht es außer Frage, dass sich Jobprofile und Aufgabenbereiche ändern werden: Viele (Routine-)Aufgaben verschwinden. Dafür schafft die Technologie allerdings neue Arbeitsbereiche.

Und hätten die Menschen in der Vergangenheit ihre Angst nicht immer wieder durch die Lust nach Neuem überwunden, gäbe es viele Erfindungen heute nicht. Nehmen wir die „Herausforderung KI“ also an und arbeiten wir an den Möglichkeiten, die sich durch die Technologie für unsere Gesellschaft und die Arbeitswelt auftun! Eines steht nämlich fest: Künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben.

*Daniel Fallmann ist Gründer und Geschäftsführer von Mindbreeze. Das Unternehmen entwickelt Software auf KI-Basis, die Betriebe bei einem effizienten Dokumentenmanagement unterstützt.

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