Werkstoffe Künstlicher Robotermuskel schlägt jeden Bodybuilder

Redakteur: Jürgen Schreier

Techniker der University of California haben in Kooperation mit dem Lawrence Berkeley National Laboratory einen Robotermuskel entwickelt, der 1000 Mal stärker als der eines Menschen ist. Das Team erreichte diesen Durchbruch durch Verwendung von Vanadiumdioxid.

Den „Muckis“ von Bodybuilder Jay Cutler droht jetzt Gefahr von einem künstlichen Robotermuskel aus Vandiumdioxid.
Den „Muckis“ von Bodybuilder Jay Cutler droht jetzt Gefahr von einem künstlichen Robotermuskel aus Vandiumdioxid.
(Bild: commons.wikimedia.org/Jay Cutler)

Der künstliche Muskel kann Objekte katapultieren, die 50 Mal schwerer als er selbst sind. Das funktioniert über eine Distanz, die fünf Mal länger als er selbst ist - und zwar innerhalb von 60 Millisekunden. Das ist schneller als ein Blinzeln mit den Augen.

Gleichzeitig Isolator und Leiter

Vanadiumdioxid ist schon lange ein Star in der Welt der Materialien, anerkannt für seine Fähigkeit, die Größe, Form und physische Eigenschaften ändern zu können. Jetzt zählt auch noch Muskelkraft zu seinen herausragenden Attributen. Was Vanadiumdioxid besonders dafür prädestiniert: Es ist eines der wenigen Materialien, das gleichzeitig isoliert und leitet. Bei niedrigen Temperaturen fungiert es als ein Nichtleiter, bei 67 Grad Celsius hingegen wird das Material prompt zu einem Leiter.

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Zudem kommt es zu einer temperaturgesteuerten strukturellen Umwandlung des Vanadiumdioxid-Kristalls, wenn es erwärmt wird. Das führt dazu, dass es in einer Dimension kontrahiert, während es in den anderen beiden Dimensionen expandiert. All das macht Vanadiumdioxid zum perfekten Material, um künstliche Muskeln zu erzeugen.

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