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KI-Monatsanalyse Kunststoff-Preise im Keller

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

Die anhaltende Nachfrageschwäche beherrschte auch im April die Preisentwicklung auf dem Kunststoff-Markt. Zu diesem Ergebnis kam der Branchendienst „KI – Kunststoff Information“ im Rahmen der montatlichen Analyse.

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Die schwache Nachfrage sorgt für günstige Kunststoff-Preise. Bild: BASF
Die schwache Nachfrage sorgt für günstige Kunststoff-Preise. Bild: BASF
( Archiv: Vogel Business Media )

Standard-Kunststoffe notierten im Wesentlichen auf Vormonatsniveau, während die meisten technischen Kunststoffe sogar noch einmal deutlich nachgaben. Nur wenige Kunststoff-Sorten entwickelten sich preislich gegen diesen Trend.

Nach dem Tiefstand zu Jahresbeginn haben sich die Preise der Standard-Kunststoffe im ersten Quartal insgesamt geringfügig erholt und im April weitestgehend auf dem erreichten Niveau stabilisiert. Jedoch verteuerte sich expandiertes Polystyrol (EPS) um bis zu 30 Euro je Tonne, Polystyrol vereinzelt sogar um bis zu 70 Euro je Tonne. Einzig Ethylenvinylacetat (EVA) verbilligte sich um bis zu 50 Euro je Tonne und erreichte damit einen neuen Tiefstand. Im Mai ist laut Branchendienst für alle Kunststoffe dieses Segments mit überwiegend moderaten Preissteigerungen zu rechnen.

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Uneinheitliche Preisentwicklung bei technischen Kunststoffen

Auch im Segment der technischen Kunststoffe war die Preisentwicklung im April uneinheitlich. Den Abschlägen im Bereich von 35 bis 135 Euro je Tonne bei Polycarbonat, Polyamid, PBT, POM und PMMA standen Erhöhungen um rund 10 Euro je Tonne bei den mengenmäßig bedeutsameren ABS und PP-Compounds gegenüber. Im Vergleich zu März sank das Gesamtpreisniveau bei technischen Kunststoffen also weiter.

Jedoch doch hat bei technischen Kunststoffen sich die Abwärtsbewegung seit Februar deutlich verringert. Bleibt die Nachfrage im Mai allerdings unverändert schwach, ist wenig Veränderung zu den April-Notierungen zu erwarten.

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