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Cleverer Spritzgießen

Kunststoffgranulat vom Behälter bis zur Spritzgießmaschine smart gefördert

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Hallendecke beeinflusst Design der Trocknungsanlage

Bei der Planung der Trocknungsanlage galt es zuerst eine Lösung für die besondere Geometrie des Hallenabschnitts zu finden, in dem die Trocknungsanlage und Materialverteiler untergebracht werden sollten. Besonders die Dachform der Halle musste in die Planung mit einbezogen werden, da die Trocknungsanlage auf einer Bühne installiert werden sollte ‒ eine übliche Vorgehensweise, um Platz zu sparen. Die gesamte Halle hat ein für Industriegebäude übliches Sheddach, also mehrere, hintereinander gesetzte Pultdächer, um die Lichtausbeute zu erhöhen. Allerdings verringert die Dachform auch den zur Verfügung stehenden Platz im oberen Hallenbereich, was die Planung einer Trocknungsanlage auf einer Bühne vor Herausforderungen stellte. Heute stehen die Granulattrockner ‒ zentimetergenau platziert ‒ auf einer 3,5 m hohen Bühne. Die großen Trocknungsbehälter, mit 100 bis 250 l Volumen, wurden seitlich der Trockner installiert und die kleineren, 20 bis 60-l-Behälter gegenüber in den Bühnenboden eingelassen, so dass sich die gesamte Trocknungsanlage organisch in die Geometrie des Dachs einfügt.

Es kommt ganz auf die richtige Weichenstellung an...

Eine der wichtigsten Anforderungen von P&G Braun sollte Flexibilität bei der Materialverteilung sein, also die Weichenstellung für getrocknetes Material direkt zur Spritzgießmaschine. Bei der bisher praktizierten, dezentralen Trocknung waren hohen Verluste bei Materialwechseln an der Tagesordnung und auch die gängige Lösung der Materialverteilung ‒ über einen Kupplungsbahnhof schien zu unflexibel. Nach Marktvergleichen entschied man sich für den Navigator von Koch-Technik. Die Materialverteilung via Navigator ist hochflexibel, sicher, frei von Verunreinigungen und spart die Zeit des Umkuppelns, kurz gesagt, ideal für eine Produktion, in der viele verschiedene Materialien verarbeitet werden und mehrere Materialwechsel pro Maschine an der Tagesordnung sind.

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Jeder Navigator verwaltet bis zu 40 Materialleitungen

Das System ist eigentlich recht einfach: Bis zu 40 eingehende Material- und weiterführende Maschinenleitungen kann ein Navigator verwalten. Aber das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange: Werden zusätzliche Ein- oder Ausgänge gebraucht, können mehrere Navigatoren eingesetzt werden, wie hier bei P&G Braun. Jedes Einzelsystem ist hier mit einem Materialleitsystem ausgestattet, also insgesamt vier Navigatoren mit durchschnittlich je 32 Materialeingängen, so dass insgesamt jede Bedarfsstelle in der Kunststoffspritzerei mit jedem vorbereiteten Material versorgt werden kann. Zur Weichenstellung fahren die pneumatischen Schieber des Navigators einfach die gewünschte Material- und die Maschinenleitung in der Mitte zusammen. Die Leitungen werden für die Dauer des Materialtransports direkt miteinander verbunden. Darüber hinaus wird jeder Fördervorgang registriert und in der von Koch-Technik installierten Visualisierung dokumentiert.

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