Tecosim Kurzer Alternativweg zur präzisierten Materialkarte

Autor / Redakteur: Damaso Lopez-Ruiz / Peter Königsreuther

Werkstoffhersteller kennen das: Ein neuer Materialtyp liegt vor und ein Großteil der Eigenschaften ist schon dokumentiert. Wie verhält er sich aber in einem übergeordneten Produkt? Das spezielle Know-how von CAE-Experten beantwortet die Frage für ein neues PMMA.

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Das ist der Testaufbau, der vom Institut für Mechanik und Materialforschung (IMM) der Technischen Hochschule Hessen konzipiert wurde. Unter dem Impaktor am Roboter ist die Plexiglasscheibe aus dem neuen Evonik-Polymer platziert.
Das ist der Testaufbau, der vom Institut für Mechanik und Materialforschung (IMM) der Technischen Hochschule Hessen konzipiert wurde. Unter dem Impaktor am Roboter ist die Plexiglasscheibe aus dem neuen Evonik-Polymer platziert.
(Bild: IMM)

Um Anwendern – vor allem aus der Automobilbranche – von der Eignung des Materials zu überzeugen und gleichzeitig einen noch besseren Service für deren virtuelle Produktentwicklung zu bieten, muss eine bestehende Materialkarte um weitere Kennwerte und Verhaltensweisen von Werkstoffen ergänzt werden. Tecosim unterstützt Unternehmen bei der Erstellung von Materialkarten. Der CAE-Spezialist stellt Daten und Simulationsmodelle von ausgewählten virtuellen Benchmark-Projekten zur Verfügung und reduziert so den Zeit- und Kostenaufwand deutlich. Der Plexiglashersteller Evonik hat sich davon überzeugt.

CAE-Experten und Materialforscher helfen

Evonik hatte neue Plexiglastypen speziell für den Bereich „Verscheibung“ in Fahrzeugen entwickelt, die im Idealfall um 50 % leichter sind als herkömmliche Mineralglasscheiben. Weil die Vorgaben der Automobilhersteller in diesem Bereich sehr streng sind, entschied sich Evonik für eine CAE-Validationsstudie und eine Erweiterung der bestehenden Materialkarte. Die Ergebnisse sollten aufzeigen, dass das neue Material die Anforderungen hinsichtlich möglicher Crash-Szenarien erfüllt.

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Unterstützt wurde Evonik von Tecosim, einem Spezialisten für Computer-aided-engineering (CAE), und dem Institut für Mechanik und Materialforschung (IMM) der Technischen Hochschule Mittelhessen. Die Kooperation mit Tecosim bot vor allem folgenden Vorteil: Der CAE-Spezialist hat den virtuellen Benchmarking-Prozess TEC|Bench entwickelt und zahlreiche Projekte umgesetzt. Das Engineering-Unternehmen kann auf umfangreiche Hardwaredaten und Simulationsmodelle zurückgreifen und diese Informationen in Projekte zur Materialkartenerstellung einfließen lassen.

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