EU-Schwächelei Lapp-Gruppe meldet leichten Umsatzrückgang

Quelle: Lapp 3 min Lesedauer

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Von der schwächelnden Weltwirtschaft ist auch die Lapp-Gruppe nicht verschont geblieben, wie man nun erfahren muss.

Der Stuttgarter Kabel- und Verbinungstechnikspezialist Lapp ist im letzten Geschäftsjahr relativ gut über die Runden gekommen. Hier berichtet man über das Ergebnis und über zukünftige Pläne ...(Bild:  Lapp)
Der Stuttgarter Kabel- und Verbinungstechnikspezialist Lapp ist im letzten Geschäftsjahr relativ gut über die Runden gekommen. Hier berichtet man über das Ergebnis und über zukünftige Pläne ...
(Bild: Lapp)

Die Lapp-Gruppe verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 trotz aller Unbilden nur ein leichtes Minus. Der Grund sei, dass Lapp Umsatzrückgänge in den europäischen Heimatmärkten durch große Zugewinne in Asien abfedern konnte. Das geplante Investitionsprogramm werde fortgeführt. Der Weltmarktführer für moderne Kabel- und Verbindungstechnik erzielte im Geschäftsjahr 2024 (1. Oktober bis 30. September) einen Umsatz von 1,82 Milliarden Euro (2023 waren es 1,92 Milliarden Euro). Das Familienunternehmen blieb damit mit einem Minus von 5,3 Prozent leicht unter Vorjahresniveau. Die Anzahl der weltweit Beschäftigten stieg zum Stichtag 30. September 2024 leicht auf rund 5.700 Mitarbeitende an.

So entwickelte sich der Umsatz bei Lapp

Im Detail haben sich Lapps Regionen im Geschäftsjahr 2024 sehr unterschiedlich entwickelt. Denn die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika), die nach wie vor den größten Umsatzanteil in der Lapp-Gruppe erwirtschaftet, verzeichnete einen Umsatzrückgang von rund neun Prozent. Vor allem in Deutschland war das Minus insbesondere aufgrund der Schwäche im Maschinen- und Anlagenbau besonders hoch. Die Region Amerika (Nord, Mittel- und Südamerika) blieb mit einer Umsatzreduzierung von circa drei Prozent nur leicht unter Vorjahresniveau. Vor allem in den USA habe man vor der Präsidentschaftswahl bei vielen Kunden eine gewisse Investitionszurückhaltung gespürt. Ganz aktuell ziehen die US-Aufträge aber wieder an. Wegen der drohenden Zölle entscheiden sich aber viele Unternehmen, mehr vor Ort in den USA zu investieren. Und für neue Produktionsmaschinen braucht es die Lapp-Verbindungstechnik, um die Anlagen mit Strom und Daten zu versorgen. Stark gewachsen ist die Region Asien-Pazifik. Der Umsatzanstieg von über 10 Prozent war vor allem auf die Geschäftserfolge in Indien und Südkorea zurückzuführen, wie Lapp berichtet. Aber auch China entwickelte sich trotz eines schwierigen Marktumfeldes positiv. Indien und Südostasien sind demnach im aktuellen geopolitischen Umfeld die großen Gewinner.

Internationale Präsenz stärkt das Geschäft

Die Lapp-Gruppe setzt seit vielen Jahren auf konsequente Internationalisierung. Das Familienunternehmen fertigt an 26 internationalen Standorten und ist in insgesamt über 80 Ländern aktiv. So konnten die Umsatzrückgänge regional ausgeglichen werden, wie es weiter heißt. Zudem setzt Lapp auf Diversifizierung und liefert Verbindungstechnik in nahezu alle Branchen. Starke Nachfrage gibt es etwa in den Bereichen Batteriespeicher, Datacenter, Robotik sowie erneuerbare Energien. Aber auch im Geschäft rund um Intralogistik, Mobilität und Lebensmittel läuft es gut. Auch bei Innovationen habe Lapp Maßstäbe gesetzt und präsentierte erste Kabel mit biobasierter Ummantelung sowie Steckverbinder aus nachhaltigen Materialien.

Nur wer investiert, kann auch wachsen!

Lapp hält, wie bereits erwähnt, an seinem Investitionsprogramm fest. Genauer heißt das, dass Lapp aktuell etwa sein Logistik- und Dienstleistungszentrum in Ludwigsburg erweitert, was die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte bedeutet. Und in den USA werden für die Herstellung der Ölflex-Anschluss- und Steuerleitungen die Produktionskapazitäten massiv ausgebaut. Auch in Indien laufen derzeit große Kapazitätserweiterungen. Weltweit investierte die Lapp-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt knapp 66 Millionen Euro, denn es ist nach Meinung der Lapp-Entscheider vor allem in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wichtig, nah am Kunden zu sein und dann auch Investitionen voranzutreiben. Wer wachsen möchte, müsse zwangsläufig auch investieren. Auf die Entkopplung der Märkte antwortet Lapp deshalb nach dem Motto „local for local“ – also lokal entwickeln und produzieren, um die einzelnen Märkte zu versorgen. Das mache unabhängiger von geopolitischen und ökonomischen Entwicklungen, um im jeweiligen Land optimal agieren zu können.

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