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Dr. Rudolf Weber, Leiter der Verfahrensentwicklung am IFSW: „Aktuell liegt unser Schwerpunkt beim Schneiden von CFK, aber auch andere Verbundwerkstoffe sowie deren Herstellung werden untersucht.“ In diesem Bereich bestünden bereits Kooperation mit den Automobilherstellern Daimler, Audi und Porsche. Ziel sei es, ergänzt Prof. Graf, die „Produktivität und Qualität bei der Herstellung von Karosserieteilen gegenüber den traditionellen mechanischen Bearbeitungsverfahren deutlich zu steigern.“
Laserbearbeitung hat hohe Prozesseffizienz im Vergleich zu alternativen Energiearten
Vor allem in der Luftfahrt sieht Michael Nagel von Laserline große Potenziale. Denn insbesondere bei großen Flugzeugflächen und strukturen käme es auf hohe Steifigkeit bei niedrigem Gewicht an, um Energie zu sparen. „Parallel entwickeln sich aber auch neue Anwendungen, beispielsweise druckfeste Piplines nahezu endloser Länge für den Leitungsbau, oder die Verstärkung von Druckbehältern und Strukturverstärkungen im Automobilkarosseriebereich und bei Windkraftanlagen.“ Allerdings seien die meisten Anwendungen noch im Stadium der Forschung und Entwicklung, gesteht Nagel, ist sich aber sicher, dass „die Laserbearbeitung weiterhin eine Schlüsselrolle in dieser Technologiesparte einnehmen wird, auch bedingt durch die hohe Prozesseffizienz im Vergleich zu alternativen Energiearten wie Infrarot oder Heißluft“.
Für eine fundierte Markteinschätzung ist es noch zu früh
Auch bei Rofin-Sinar setzt man derzeit noch auf die Forschung. Dr. Wolfram Rath: „Inwieweit das große Marktpotenzial der Verbundwerkstoffe für die optischen Technologien zugänglich gemacht werden kann, hängt von den Forschungsergebnissen ab.“ Die interessantesten Laseranwendungen sieht Rath beim Trennen und Besäumen sowie in der Oberflächenbearbeitung. So könnten die Oberflächen mit dem Laser für weitere Arbeitsgänge gereinigt und aktiviert werden. Raths Fazit: „Momentan befindet sich die Laserindustrie aber noch in der Entwicklungsphase dieser Prozesse, so dass es für eine fundierte Markteinschätzung heute noch zu früh ist.“
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