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Cobot-Lichtbogenschweißen Lasermaschinen-Primus setzt jetzt aufs Lichtbogenschweißen

| Redakteur: Peter Königsreuther

Mit der Maschine Truarc Weld 1000 steigt Trumpf jetzt in das roboterunterstützte Lichtbogenschweißen ein. Das hat seinen guten Grund für die potenziellen Anwender...

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Trumpf geht neue Wege der Verbindungstechnik, und steigt jetzt ins Cobot-unterstützte automatische Lichtbogenschweißen ein, berichten die Ditzinger. Mit der Truarc Weld 1000 soll das Programmieren und Schweißen in Minuten klappen. Spezialwissen sei nicht nötig.
Trumpf geht neue Wege der Verbindungstechnik, und steigt jetzt ins Cobot-unterstützte automatische Lichtbogenschweißen ein, berichten die Ditzinger. Mit der Truarc Weld 1000 soll das Programmieren und Schweißen in Minuten klappen. Spezialwissen sei nicht nötig.
(Bild: Trumpf)

Die Truarc Weld 1000 ist wie gesagt mit einem kollaborativen Roboter ausgestattet – einem sogenannten Cobot. Nachdem der Bediener ihn per Hand über ein Bauteil geführt habe, bewege sich der Cobot im Anschluss automatisch entlang des so gelernten Schweißnahtverlaufs. Und zwar produktiver als es manuell möglich ist, betont Trumpf. Die Ditzinger reagieren damit auf den zunehmenden Mangel an Fachkräften und wollen so den Einstieg ins automatisierte Schweißen erleichtern. Die Truarc Weld 1000 erfüllt höchste Sicherheitsstandards, ist CE-konform und wurde zusätzlich vom TÜV Austria geprüft.

Flott programmiert und schnell beim Schweißen

Verglichen mit üblichen Industrierobotern könne der Bediener den Cobot per Hand über das Bauteil bewegen. Eine integrierte Sensorik stellt sicher, dass er sich leicht führen lässt, sagt Trumpf. Der Hersteller habe den Cobot mit einer Bedieneinheit ausgestattet, über die der Anwender Wegepunkte sowie Anfangs- und Endpunkte der Schweißnaht speichern kann, um so das Programm schnell zu erstellen. Die Vorlagen für Schweißprogramme und Schweißparameter enthalten zum Beispiel Hilfreiches bei unterschiedlichen Blechdicken, ergänzt Trumpf. Gemeinsam mit der Bedieneinheit am Schweißbrenner vereinfache das die Roboterprogrammierung erheblich. Programmieren und Schweißen könnten Anwender mit der Truarc Weld 1000 so in wenigen Minuten abschließen. Für die sachgemäße Bedienung sollen kaum Vorkenntnisse nötig sein. Die Inbetriebnahme der Anlage kann man mithilfe von Video-Tutorials in wenigen Stunden selbst erledigen, so Trumpf. Von der Drahtspule bis zu den Schweißparametern sei sie mit allen notwendigen Features ausgestattet, um erfolgreich mit dem Schweißen starten zu können.

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Auch bei Stückzahl 1 schon rentabel fügen

Viele Bauteile, die Anwender per Hand schweißen, lassen sich mit der Truarc Weld 1000 automatisiert bearbeiten, sagt Trumpf. Wegen der zeitsparenden Programmierung rechne sich das schon bei kleinen Losgrößen und Einzelstücken – auch, wenn die Teile nur eine kurze Schweißnaht bräuchten. Die Cobot-Lichtbogenschweißanlage erzeugt laut Trumpf reproduzierbar gerade und gleichmäßige Nähte, vermeidet Spritzer und garantiert so für eine hohe Bearbeitungsqualität, heißt es weiter.

Wahlweise im 1- oder 2-Stationen-Betrieb schweißen

Im Inneren der Truarc Weld 1000 gibt es eine Trennwand, die sich hoch- und herunterfahren lässt, führt Trumpf weiter aus. Damit können Anwender den Arbeitsbereich teilen, um entweder ein großes Teil im 1-Stationen-Betrieb zu bearbeiten, oder um mehrere kleinere Teile schweißen (2-Stationen-Betrieb). Im 1-Stationen-Betrieb schweiße der Roboter Bauteile mit einer Größe von bis zu 2000 mm × 600 mm × 600 mm. Je nach Abmessung seien aber weitere Breiten- und Längenverhältnisse machbar.

Im 2-Stationen-Betrieb kann man, wie gesagt, kleinere Bauteile schweißen, und zwar mit einer Größe von bis zu 600 mm × 600 mm × 600 mm. Um beide Stationen gut zu erreichen, pendle der Roboter entlang einer Linearachse zwischen zwei Positionen. Während er auf einer Seite schweißt, kann der Bediener auf der anderen Seite ein Bauteil rüsten, erklärt Trumpf den Vorteil. Dafür ließe sich das Roboterprogramm automatisch von der einen auf die andere Station übertragen.

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