Nutzfahrzeugkomponenten Leichte Türen für Nutzfahrzeuge
Faserverstärkte Leichtbaukomponenten liegen schwer im Trend und sind oft einzige Lösung zur Erfüllung so mancher Vorgaben seitens der EU, die zum Verlassen der üblichen Wege zwingen. So hat das Unternehmen Rhein Composite jetzt ein CFK/GFK-Türsystem für schwere Nutzfahrzeuge, hergestellt im RTM-Verfahren, entwickelt.
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Seit Inkrafttreten der neuen EU-Verordnung zur Senkung der CO2 –Emission gerät die Automobilindustrie aber auch der Bereich der Sonderfahrzeuge zunehmend unter Druck, die geforderten Grenzwerte zu erreichen. Ein wesentlicher Ansatz zur Verbrauchsreduzierung liegt in der Verringerung der Fahrzeuggewichte und Achslasten.
Druck-RTM-Verfahren führt zu adäquaten Teilen
Carbon- und glasfaserverstärkten Kunststoffen (CFK/GFK) kommt vor diesem Hintergrund durch ihre hervorragende Steifigkeit bei sehr geringem Gewicht besondere Bedeutung zu. Die heute noch vielfach manuellen Fertigungsverfahren, führen jedoch bei Faserverbundbauteilen zu Problemen hinsichtlich der Reproduzierbarkeit, Qualität, Ausbringungsmengen sowie Produktionskosten, die einen wirtschaftlichen Einsatz im Fahrzeugbau nur bedingt zulassen.
Entsprechend sind Konzepte und Verfahren gesucht, die eine automatisierte zumindest teilautomatisierte, kostengünstige Faserverbundfertigung erlauben und diese somit für den Massenmarkt, aber auch den Einsatz für den Bereich der Sonder- und Nutzfahrzeuge zulassen.
Leichtbau macht fahrbaren Schwerlastkran agiler
Ein namhafter Hersteller von Mobilkranen hat den konsequenten Leichtbau gesucht und die Rhein Composite GmbH mit der Entwicklung und Produktion der Türsysteme für die Unterwagenkabine beauftragt. Hierbei konnte allein bei den Türen eine Gewichtseinsparung von 14 Kg pro Tür und somit eine Reduktion von 28 Kg auf der Vorderachse erzielt werden. Die Systeme werden komplett vormontiert und einbaufertig ans Band in Stückzahlen bis 1500 Satz geliefert. Interessant sind diese Ansätze ebenso für Sonder- und Nutzfahrzeugen wie Hersteller von Reise- und Stadtbushersteller, Feuerwehr-, Krankenwagen- sowie Reisemobilhersteller.
Nach derzeitigem Wissensstand, ist die Druck-RTM-Technologie, die einzige Verarbeitungstechnik für Faserverbundwerkstoffe, welche die zukünftigen Anforderungen einer Serienfertigung erfüllen kann. Daher konzentrieren sich alle momentanen Bestrebungen der deutschen Fahrzeughersteller zum Thema Leichtbau und Composite-Verarbeitung auf die Druck-RTM-Technik. Hierdurch rückt die bisherige Nischentechnologie in den Fokus zahlreicher Forschungs- und Entwicklungsprogramme von Industrie und Hochschulen und verschafft Rhein Composite mit seiner 14-järigen Erfahrung neue Marktchancen.
Die gefragtesten Entwicklungsziele sind:
• Senkung des Kraftstoffverbrauches
• Reduzierung der CO2-Emissionen
• Senkung der ungefederten, rotierenden Massen zwecks Erhöhung von Fahrsicherheit, Fahrdynamik und Fahrkomfort
• Senkung der Achslasten
• Durch die Gewichtseinsparungen ergeben sich Möglichkeiten einer gezielte Gewichtsplazierung (Mobilkran)
Rhein Composite entwickelt und produziert seit der Gründung im Jahr 1999 Faserverbundbauteile im Druck-RTM-Verfahren (Resin Transfer Moulding) und hat sich dort als erfahrener Anbieter in diversen Produktbereichen etablieren können. So konnten bis heute eine Vielzahl innovativer Projekte umgesetzt werden, die dem Unternehmen neben einigen Innovationspreisen (ISB Success 2001, AVK-TV Anwendung des Jahres 2003, Caravaning Red Dot Design Award 2008) auch die Zulassung als Produzent von Bauteilen für die Flugzeugindustrie nach DIN ISO 9100 eingebracht haben.
MM
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