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Während die Spitzprofil-Schleifscheiben noch bei regelmäßiger Unterbrechung des Schleifprozesses geschärft und profiliert werden, wurde für die Herstellung von künstlichen Kniegelenken eine Abrichteinheit entwickelt, die ein kontinuierliches Abrichten ermöglicht (Bild 2). Die Schleifscheibe ist dabei im Eingriff und wird permanent in Form gebracht.
Schleifscheibe wird im Schleifprozess kontinuierlich abgerichtet
Der Schleifprozess wird nicht unterbrochen und das Profil der Scheiben ist zu jedem Zeitpunkt optimal. Dieser kontinuierliche Schleifprozess erzeugt eine verbesserte Qualität der Oberfläche und der Geometrie.
Gerade die Oberflächenqualität spielt bei künstlichen Kniegelenken eine ganz wichtige Rolle. Bisher schloss sich ein aufwendiger Polierprozess an die Schleifbearbeitung an. Die Trossinger Schleifexperten, die seit über zehn Jahren eine Pionierrolle bei der Schleifbearbeitung von Kniegelenken einnehmen, haben deshalb auch diesen Mehraufwand ins Visier genommen und inzwischen eine weitere Komponente entwickelt: Heute poliert eine Bandschleifeinheit, die als zusätzliches Werkzeug zu den Schleifscheiben integriert wurde, die Oberflächen der Implantate.
Das Schleifband greift dabei auf dieselben Geometriedaten zurück wie die Scheiben. Die Vorteile sind höhere Genauigkeit sowie Zeit- und Raumeinsparung. Auch Maschinenstillstandszeiten lassen sich dadurch enorm verringern.
Integrierte Bandschleifmaschine bietet Vorteile beim Schleifen von Turbinenschaufeln
Die Pluspunkte der integrierten Bandschleifmaschine lassen sich auch bei der Herstellung der Turbinenschaufeln für Flugzeugturbinen ins Spiel bringen, an deren Oberflächengüte hohe Ansprüche gestellt werden. Prädestiniert für den Schleifprozess der Turbinenschaufel ist noch eine andere Neuentwicklung von Haas: Dabei geht es um das Messen der Werkstücke in der Schleifmaschine.
Bisher mussten die bearbeiteten Teile für eine genaue Messung in die Messmaschine gebracht werden. Dann erfolgte für eventuelle Nachbearbeitungen eine erneute Aufspannung in der Schleifmaschine. Notwendig war dies, weil die Auslenkungen des in der Maschine installierten Messtasters nicht exakt erfasst werden konnten.
Kompensationsprogramm berücksichtigt Auslenkungen des Messtasters beim Schleifen
Nun haben die Entwickler des Schleifmaschinenherstellers ein Kompensationsprogramm entwickelt, das in der Lage ist, die Auslenkungen des Messtasters in verschiedene Richtungen zu berücksichtigen und die genauen Geometriedaten zu errechnen. Die Messeinheit ist in die Schleifmaschine integrierbar und ermöglicht es, in derselben Aufspannung zu messen und die Auf- und Abspannvorgänge zu vermeiden (Bild 3). Der Effekt ist enorm.
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