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Iran-Sanktionen Lieferungen in den Iran: Bestimmte Produkte weiterhin sanktioniert

| Redakteur: Udo Schnell

Deutsche Industrie profitiert von Öffnung des Iran. Die Unternehmen brauchen aber Klarheit bei Dual-Use-Produkten.

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Dr. José Campos Nave: „Die Besuche des iranischen Präsidenten in Italien und Frankreich sowie die Unterzeichnung von Verträgen in zweistelliger Milliardenhöhe zeigt, dass Iran auf einen schnellen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union setzt.“
Dr. José Campos Nave: „Die Besuche des iranischen Präsidenten in Italien und Frankreich sowie die Unterzeichnung von Verträgen in zweistelliger Milliardenhöhe zeigt, dass Iran auf einen schnellen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union setzt.“
(Bild: Rödl & Partner)

Management– us. Mit der Öffnung des Iran durch den schrittweisen Wegfall der internationalen Sanktionen ergeben sich große Chancen für die deutsche Industrie. Dies teilt die Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner mit. Iran – einst eine der führenden Wirtschaftsnationen im Nahen Osten – leide unter einem enormen Modernisierungsstau. Außer Konzernen wie Daimler, die die Produktion vor Ort wieder aufbauen wollen, werden auch Zulieferer von der Entwicklung profitieren. Dabei müsse die Industrie aber genau prüfen, ob ihre Produkte nicht unter die Beschränkungen für Dual-Use-Güter fallen, die sowohl zivil als auch militärisch nutzbar sind.

Iran setzt auf schnellen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen

„Die Besuche des iranischen Präsidenten in Italien und Frankreich sowie die Unterzeichnung von Verträgen in zweistelliger Milliardenhöhe zeigt, dass Iran auf einen schnellen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union setzt“, erklärt Dr. José Campos Nave, der als Geschäftsführender Partner die Beratung von Rödl & Partner im Nahen Osten verantwortet. „Wir werden mit einer eigenen Präsenz vor Ort sowie unserem Iran-Team in Deutschland die Aktivitäten deutscher Unternehmen grenzüberschreitend rechtlich, steuerlich und wirtschaftlich begleiten.“

Von großer Bedeutung bleibt dabei, wie es weiter heißt, nach wie vor die Prüfung, ob bestimmte Produkte nach Iran geliefert werden dürfen, und ob die Geschäftspartner vor Ort nicht dem Sanktionsregime unterliegen. „Nach wie vor sind Sanktionen gegen Iran in Kraft, sowohl in Bezug auf bestimmte Güter als auch auf einzelne Personen. Die Unternehmen haben aber einen Anspruch darauf, dass die Prüfung der Ausfuhrgenehmigungen durch die Zollbehörden zügig erfolgt“, betont Rechtsanwältin Carla Everhardt, die als Associate Partner von Rödl & Partner die Beratung im Iran koordiniert. „Iran will rasch wieder auf das internationale Wirtschaftsparkett zurück. Die deutsche Industrie muss hier schnell agieren können, sonst gehen wichtige Aufträge in andere Länder.“

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