Igus

Lineartechnik aus Kunststoff trotzt Schmutz, Chemikalien und Hitze

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Bereits seit einigen Jahren bezeichnet man Igus schon als Antriebshersteller, denn in dem Moment, in dem eine Spindel oder ein Zahnriemen in das Linearsystem integriert wurde, konnte man es mit einem Handrad oder einem kundenseitig angeflanschten Motor antreiben. Seit 2011 ist das Angebot deshalb um Motoren erweitert worden, sodass das Unternehmen seinen Kunden heute das komplette, anschlussfertige System aus einer Hand liefern kann.

System für Low-Cost-Automation in der Antriebstechnik

Und die Entwicklung schreitet fort: Seit letztem Jahr ist das System Drylin E auf dem Markt, das die Nische unterhalb klassischer Hightech-Lineareinheiten für den Anlagenbau besetzt. Vor allem Kunden mit knapp kalkuliertem Budget und überschaubaren Projekten können Drylin-E-Lineareinheiten einfach online ab Stückzahl eins konfigurieren und bestellen.

Das System ist ein offener mechatronischer Baukasten für kostengünstige, schmier- und wartungsfreie Linearantriebe. Offen deshalb, weil Kunden auch ihre eigenen Motoren zum Antrieb der Igus-Spindel- oder -Zahnriemeneinheiten nutzen können. Das Kölner Unternehmen stellt dafür die passenden Adapterplatten und Motorflansche zur Verfügung.

Der Drylin-E-Baukasten umfasst ab Werk mittlerweile 25 verschiedene Linearachsen, zwölf Steigungen beziehungsweise Übersetzungen, Motorflansche, 20 Kupplungen und End- beziehungsweise Positionsschalter, EC-Motoren sowie 15 verschiedene Schrittmotortypen von 0,5 bis 6 Nm, mit oder ohne Encoder und Bremse. Dazu kommen Energieketten sowie passende „Chainflex“-Encoder-, Steuer- und Motorleitungen, sodass komplett einbaufertige Betriebseinheiten aus einer Hand geliefert werden können. So erhalten die Kunden Lösungen, die schnell geliefert und zudem wirtschaftlich sind (Bild 4).

Die idealen Gleitlagerwerkstoffe für Linearanwendungen entwickeln

Als Spezialist in der Entwicklung von tribooptimierten Hochleistungskunststoffen bietet Igus seine Linearsysteme mit verschiedenen Werkstoffen – abgestimmt auf Gegenlaufpartner – an. Mehr als 5000 Versuche im hauseigenen Testlabor haben gezeigt, dass sich die Gleitlagerwerkstoffe Iglidur J, J200 und X aufgrund ihrer Verschleiß- und Reibwerteigenschaften am besten für Linearanwendungen eignen.

Die Werkstoffe werden kontinuierlich weiterentwickelt, um weitere Anwendungsfelder zu erschließen. Mit iglidur E7 kam 2012 ein neuer Werkstoff für Linearbewegungen dazu, der eine besonders hohe Lebensdauer und geringe Verschleißrate auf Stahl, verchromtem Stahl, Edelstahl sowie gehärteten und ungehärteten Wellen aufweist. Dieser Werkstoff verbessert damit die Langlebigkeit der Lagerstellen und somit der Linearantriebe und -achsen deutlich.

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