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3D-Kunststoffdruck

Low Force Stereolithography soll fehlerfreie Bauteile ausdrucken

| Autor: Simone Käfer

LFS ist eine Erweiterung der Stereolithografie von Formlabs. Damit sollen Detailgetreuere und wiederholbare Baujobs und Bauteile mit glatteren Oberflächen möglich sein.

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Formlabs will mit seinem LFS-Verfahren für eine wiederholbare Genauigkeit und Präzision garantieren.
Formlabs will mit seinem LFS-Verfahren für eine wiederholbare Genauigkeit und Präzision garantieren.
(Bild: Formlabs)

Formlabs hat seine Angebot mit dem Form 3 und dem Form 3L auch um ein Verfahren erweitert. Die weiterentwickelte Stereolithografie (SLA), die Low Force Stereolithography (LFS), liefert laut Formlabs durchgehend fehlerfreie Teile. Beim LFS-Prozess wird ein System aus Lasern und Spiegeln eingesetzt, um massive isotrope Teile aus flüssigem Kunstharz mit Präzision auszuhärten. „Wir haben unsere Methode zum 3D-Druck mit Kunstharz durch den LFS-Druckprozess hinter dem Form 3 und dem Form 3L vollständig umgestaltet“, so Max Lobovsky, Geschäftsführer und Mitgründer von Formlabs.

Als Eigenschaften des LFS-Prozesses gibt der Hersteller folgende an:

  • Eine modulare Light Processing Unit (LPU) sorgt für einen präzisen, hochdichten Laserstrahl. Dieser fällt durch eine Raumfilter, um einen scharfen Laserspot zu garantieren, der präzise, wiederholbare Drucke gewährleisten soll.
  • Für eine einheitliche Druckqualität über die gesamte Bauplatte sorgt ein Parabolspiegel, der den Laser senkrecht zur Konstruktionsebenen führt.
  • Stützstrukturen, die sich durch leichte Berührung entfernen ließen, brächten Bauteile mit glatteren Oberflächen und eine einfachere Reinigung mit sich.
  • Mehr als zwanzig Sensoren überwachen die Bedingungen und halten die Idealwerte für den Druckprozess, damit zu jeder Zeit für einheitliche Leistung gesorgt ist, erklärt Formlabs. Beispielsweise achten sie auf den passenden Maßstab und die Leistung des Lasers, außerdem erkenen sie Staub.
  • Zwei laut Hersteller leicht auswechselbare Harzkartuschen beim Form 3L sollen ein Unterbrechen des Baujobs verhindern. Zudem sind die Drucker modular. So können die Light Processing Units, der Harztank, die Rollen und das optische Fenster vor Ort ausgetauscht werden.
  • Über ein Online-Dashboard ist der Druck per Fernzugriff möglich.

Der Bauraum des Form 3L misst 300 mm × 335 mm × 200 mm.
Der Bauraum des Form 3L misst 300 mm × 335 mm × 200 mm.
(Bild: Formlabs)

Beim der Maschine Form 3L werden gleichzeitig zwei Light Processing Units (LPUs) eingesetzt, um großformatigen 3D-Druck firmenintern zu ermöglichen. Form 3L bietet mit 300 mm × 335 mm × 200 mm das Fünffache des Fertigungsvolumens und die zweifache Laserleistung des Form 3, um große Teile schneller zu drucken.

Schneller druckbares Kunstharz

Zur neuen Hardware hat das Unternehmen auch ein neues Material bekanntgegeben: Draft Resin. Mit dem Kunstharz seien laut Formlabs Schichthöhe von 300 µm möglich und es soll drei- bis viermal schneller als andere Standard-Kunstharze druckbar sein, wodurch es sich für die Prototypenfertigung eignet.

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Über den Autor

Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung, Werkstoffe und Materialfluss, Vogel Communications Group