Schaublin

Made in India – dank Schweizer Werkzeugmaschinen

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Ausbildung in der Präzisionsmechanik

Auch in Indien nimmt die Berufsbildung einen wichtigen Stellenwert ein. Allerdings ist die berufliche Bildung im Gegensatz zur Schweiz über staatliche Trainingszentren organisiert. Das Government Tool Room & Training Centre ist in Bangalore angesiedelt und auf metallverarbeitende Berufe spezialisiert. Insgesamt gibt es in ganz Indien 20 solcher Institutionen. Zum einen erhalten die Berufsbildungszentren finanzielle Unterstützung vom Staat, aber sie finanzieren sich auch über Zulieferverträge. Doch die Studenten müssen sich mit Studiengebühren von 45 000 Rupien (etwa 500 CHF) beteiligen, was für viele indische Familien ein sehr hoher Betrag ist.

Jährlich werden hier rund 5000 Studenten von 150 Lehrern ausgebildet. Es werden unterschiedlich lange Ausbildungen angeboten: von Kurzzeittrainings, die von vier Monaten bis zu maximal einem Jahr dauern können bis hin zu Diploma-Studiengängen, die mehrere Jahre dauern. In Indien ist das Diploma ein spezieller Ausbildungsgrad, der vor allem in der Berufsausbildung erworben werden kann. Diplomas können in drei verschiedenen Fachgebieten erworben werden: Mechatronik, Werkzeugmacher und Feinwerkmechaniker. Der Unterricht besteht dabei zu 30 Prozent Theorie und 70 Prozent Praxis. Die Studenten werden an den modernsten und neusten Maschinen ausgebildet. Nachdem im ersten Ausbildungsjahr die Studenten vor allem manuelle Fähigkeiten erlernen, findet in den höheren Jahrgängen die Ausbildung an hochpräzisen CNC- Dreh- und Fräsmaschinen statt. Im Jahr 2013 hat das Berufsbildungszentrum zehn neue Maschinen im Wert von 1,6 Millionen USD angeschafft und setzt hierbei speziell auch auf Schweizer Qualität. Allein von Schaublin nutzt das Trainingscenter acht Maschinen für seine Ausbildung.

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