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Lapp Holding Managed Switches machen Ethernet-Verbindungen ausfallsicher

Autor / Redakteur: Jürgen Greger / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Um Informationen in den Fabriken schnell übertragen zu können, benötigt man leistungsfähige Datennetze. Damit diese schnell Daten übertragen können, sind leistungsfähige Schaltstellen, sogenannte Switches, notwendig. Welche Anforderungen diese erfüllen müssen, um zukunftssicher zu sein, zeigt dieser Beitrag.

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Managed und Unmanaged Switches verbinden Produktionseinheiten zu ausfallsicheren Datennetzen. Ein redundanter Ring sichert die Kommunikation für kritische Verbindungen und verhindert Produktionsausfälle.
Managed und Unmanaged Switches verbinden Produktionseinheiten zu ausfallsicheren Datennetzen. Ein redundanter Ring sichert die Kommunikation für kritische Verbindungen und verhindert Produktionsausfälle.
(Bild: Lapp)

Mit der zunehmenden Digitalisierung und um Industrie 4.0 in den Fabriken zu realisieren, müssen dort riesige Mengen an Information über die Datennetze transportiert werden. Der Informationsaustausch erfolgt meist über Industrial Ethernet. Doch diese Datennetze müssen für Anwendungen in der Industrie viel robuster ausgelegt werden, als für den Bürobereich. Allerdings kann nur eine maßgeschneiderte Kombination aus Switches, Leitungen und Steckverbindern den zukunftssicheren Betrieb einer Anlage ermöglichen.

Eine wichtige Rolle spielen dabei sicher die Switches. Sie sind die Schaltzentralen fürs Netzwerk. Sie empfangen Datenpakete und leiten diese zielgerichtet weiter zu den Netzwerkteilnehmern. Gerade in Bereichen, wo es auf höchste Geschwindigkeiten und Ausfallsicherheit ankommt, sind robuste Industrieswitches mit Diagnose- und Konfigurationstools sowie kürzesten Rekonfigurationszeiten unverzichtbar. Sie stellen die Kommunikation selbst dann noch sicher, wenn Komponenten defekt sind.

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Die Rekonfigurationszeit ist die Zeit, die ein Switch benötigt, um nach dem Verlust eines Datenpfades die Netzwerkverbindung wiederherzustellen. Standard-Redundanzverfahren wie STP (Spanning Tree Protocol) oder RSTP (Rapid STP) benötigen für die Rekonfiguration bis zu 5 s. Für den Einsatz in der Industrie ist das häufig zu langsam. Die besten Switches schaffen deshalb Rekonfigurationszeiten von unter 20 ms und das bei bis zu 250 aktiven Komponenten im Netz. Genauso wichtig für den Anwender sind entsprechende Konfigurations- und Diagnosetools wie eine webbasierte Konfigurationsoberfläche, Statistikzähler für Kommunikationsfehler, E-Mail-Alarme und weitere Einstellungen der Ports. Sie gehören zur vollständigen Ausstattung der Managed Switches. Sie erlauben die einheitliche Diagnose unterschiedlicher Netzwerkteilnehmer mittels Simple Network Management Protocol (SNMP), außerdem beherrschen sie Port-Mirroring. Die Anwender erkennen schnell die Ursachen von Netzausfällen wie Leitungsbeschädigungen oder Fehler bei der Autonegotiation.

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