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Digitale Vernetzung

Maschinen schnell digital vernetzten

| Autor: Stefanie Michel

Ob 3D-Drucker, Smart Glasses oder Werkzeugmaschine – auf der Hannover Messe zeigt Axoom, wie einfach sich Maschinen, Software und Services digital vernetzen lassen.

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Der Getränkemixer erwirbt nach der Getränkebestellung des Messebesuchers eine Lizenz beim Marktplatz und kann mit dieser das verschlüsselte Rezept einmalig entschlüsseln. So kann das ausgewählte Getränk vor den Augen des Besuchers zubereitet werden.
Der Getränkemixer erwirbt nach der Getränkebestellung des Messebesuchers eine Lizenz beim Marktplatz und kann mit dieser das verschlüsselte Rezept einmalig entschlüsseln. So kann das ausgewählte Getränk vor den Augen des Besuchers zubereitet werden.
(Bild: Axoom)

Die Entwicklung von Axoom ist rasant. Inzwischen ist die Plattform bereits bei rund 40 Kunden aus der Automobilindustrie und dem Maschinen- und Anlagenbau im Einsatz. Einige Beispiele präsentiert das Unternehmen mit Partnern nun auf der Hannover Messe.

Die Nähe zu Trumpf – Axoom ist ein Tochterunternehmen – wird am Beispiel der Zustandsüberwachung von 3D-Druckern sichtbar. Der 3D-Drucker von Trumpf ist an Axoom angebunden. Die vom Partner Anacision erstellte Software zur Datenanalyse ermöglicht eine Live-Überwachung des Produktionsstandes, die Auslastung der Maschine und letztendlich auch Predictive Maintenance. Damit lässt sich beispielsweise die Fertigung effizienter organisieren.

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Ein anderes Beispiel des Werkzeugmaschinenhersteller Makino zeigt, wie sich Support realisieren lässt, ohne vor Ort zu sein. Über Smart Glasses von Oculavis kann ein live zugeschalteter Servicetechniker Anweisungen geben, wie er eine Maschine wieder instandsetzen kann. Auch diese Anwendung zur Fernwartung ist Teil der Axoom-Plattform.

Digital vernetzter Cocktailautomat

Um anschaulich zu zeigen, wie sich Daten in der Industrie 4.0 sicher übertragen lassen, stellt Axoom den Cocktailautomaten am Messestand vor. Technologisches Herzstück des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes ist eine Art Marktplatz auf der Axoom-Plattform. Die Besucher können sich am digital vernetzten Automaten beliebige Cocktails aussuchen und eigene Getränkerezepte hochladen. Also alles wie auf einem echten Marktplatz: Angebot – das Cocktailrezept – und Nachfrage – also Messebesucher mit Getränkewunsch – treffen aufeinander. Nur digital, anonym und absolut fälschungssicher, sagt Axoom.

Ziel von Axoom ist es, Maschinen möglichst einfach zu vernetzen. Aus den gesammelten Daten sollen letztendlich neue Business Modelle entstehen. Tom Tischner, von Axoom, spitzt es zu: „Die Maschine liefert Daten, Axoom liefert Lösungen.“ Er weiß auch, was Axoom anders macht: Die Plattform ist komplett offen, sie macht alle Maschinen sichtbar, und sie macht Vernetzung schnell möglich. Nur etwa 20 Minuten soll es dauern, um eine Maschine digital zu vernetzen. (mi)

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 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt