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VDMA Maschinenbau auch ohne Corona im Abschwung

| Redakteur: Stéphane Itasse

Schon vor Ausbruch der Corona-Krise hat der deutsche Maschinenbau weitere Rückschläge verkraften müssen. Im Februar verfehlten die Auftragseingänge ihr Vorjahresniveau real um 4 %.

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Schon vor der Corona-Krise musste der deutsche Maschinenbau Rückschläge einstecken.
Schon vor der Corona-Krise musste der deutsche Maschinenbau Rückschläge einstecken.
(Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Während die Bestellungen der inländischen Kunden um 6 % sanken, lagen die Auslandsorders um 3 % unter ihrem Vorjahresniveau, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Freitag in Frankfurt am Main mitteilt. „Das ist die Ruhe vor dem Sturm“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Das wirkliche Ausmaß der Folgen der Corona-Pandemie im Maschinenbau wird sich erst in den Auftragszahlen für März und den nachfolgenden Monaten zeigen.“

Der VDMA unterstützt daher das große Maßnahmenpaket der Bundesregierung und erkennt die Bemühungen der Finanzinstitute an, die bereitgestellten Gelder rasch auch an den Mittelstand durchzuleiten. „Wir appellieren an alle Banken, dass sie ihre Ressourcen noch mehr bündeln, um die Industrie mit Liquidität in der Krise zu versorgen. Das Geld muss rasch fließen, um die Krise abfedern zu können. Davon hängt auch ab, dass wir nach der Pandemie einen raschen wirtschaftlichen Aufschwung zum Wohle des Landes schaffen“, meint VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann.

Euroländer sorgen für Lichtblick im Maschinenbau

Im Februar konnte eine steigende Nachfrage aus den Euro-Partnerländern (plus 5 %) den Auftragsrückgang aus den Nicht-Euroländern (minus 7 %) noch teilweise kompensieren. „Dieser Rückgang der Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern ist vermutlich ein erstes Anzeichen des Ausbruchs der Corona-Krise in China“, erläuterte Wiechers. „In den März-Zahlen werden wir die Folgen der Ausbreitung des Virus deutlich sehen. Immerhin meldeten uns 84 % der VDMA-Mitglieder in einer Umfrage von Ende März gravierende bis merkliche Auftragseinbußen.“

Im Drei-Monats-Zeitraum Dezember 2019 bis Februar 2020 wurden insgesamt 1 % weniger Aufträge verbucht. Die Bestellungen aus dem Inland blieben im Vergleich zur Vorjahresperiode stabil, das Ausland verbuchte ein Minus von 2 %. Aus den Euro-Ländern kamen 3 % weniger Orders, aus dem Nicht-Euro-Raum waren es 2 % weniger Bestellungen.

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