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MAG IAS Maschinendesign als Herausforderung

| Redakteur: Frank Fladerer

Wenn sich Unternehmen zusammenschließen, sind zahlreiche organisatorische und inhaltliche Prozesse notwendig. Zur 2005 gegründeten Werkzeugmaschinengruppe MAG Industrial Automation Systems (MAG IAS) gehören traditionsreiche Hersteller wie Cross Hüller, Ex-Cell-O, Boehringer und Hessapp. Die Verantwortung für die Vereinheitlichung des Maschinendesigns liegt in den Händen von Entwicklungschef Dr. Wolfgang Horn.

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Weiß, wie man eine Maschine so konzipiert, dass sie TCO-Kriterien standhält: Dr. Wolfgang Horn, Chefentwickler bei MAG IAS.
Weiß, wie man eine Maschine so konzipiert, dass sie TCO-Kriterien standhält: Dr. Wolfgang Horn, Chefentwickler bei MAG IAS.
( Archiv: Vogel Business Media )

„Unsere Maschinen zeigen sich dem Betrachter als große Körper mit möglichst wenig Ecken und Kanten“, erklärt Dr. Horn. Der Entwickler war bei der seit erst etwa einem Jahr laufenden Desing-Anpassung ständig als Vermittler aktiv.

Funktion geht bei Werkzeugmaschinen vor Design

Wichtig war in erster Linie das funktionale Design, denn die Maschinen werden benutzt und nicht angeschaut. Daher müssen sie sich leicht bedienen lassen. Markantestes Merkmal sind die sogenannten Akzentstreifen – Edelstahlstreifen, die in aufstrebender Wellenform um die Maschinenverkleidung laufen. „Der Silberstreifen hat zwar keine funktionale Aufgabe, die Maschinen werden dadurch jedoch eindeutig als MAG erkannt“, erläutert Jürgen R. Schmid, Geschäftsführer des auf Industriedesign spezialisierten Büros Design Tech, das die Gestaltungsentwürfe erstellt hat.

Der Designer hat für die Maschinengeometrie eine „Designsprache“ gesucht, die aus allen Details an den Maschinen spricht, Bedienpulten, Griffen, Logos und Labels. Trotzdem: Die Funktion bestimmte das Design maßgeblich. Das lässt sich nach Einschätzung der Design-Experten besonders an den Griffen zeigen. Diese haben jetzt über alle Maschinentypen hinweg identische Durchmesser, sind in definierten Längenstufen verfügbar und mit einem dezent eingelaserten Logo versehen.

Ganzheitliche Kostenbetrachtung beim Maschinendesign gefordert

Neben ästhetischen und funktionalen Aspekten spielte die Maschinenwartung eine wichtige Rolle bei der Gestaltung. Durch das Design der Maschinen kann der TCO (Total Cost of Ownership) maßgeblich beeinflusst werden. Dr. Horn: „All unsere Maschinen sind so konzipiert, dass zum Beispiel der Service und der Austausch von bestimmten Bauteilen problemlos und schnell möglich ist.“

Beim genauen Betrachten sieht man an der Verkleidung, was der Entwickler meint. Bei der XS von MAG Powertrain ist die Verkleidung so konzipiert, dass mit nur wenigen Handgriffen wichtige Service-Operationen ausgeführt werden können. Einfach das Seitenblech entfernt und rasch sind Kugelrollspindel oder das gesamte Kabelschlepp komplett ausgetauscht. Das spart Zeit bei der Wartung und letztlich auch Geld. Hiervon soll nicht nur der Kunde profitieren, sondern auch der Hersteller selbst.

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