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Elektroantriebe

Maxon erreicht erstmals über 500 Mio. Franken Umsatz

| Redakteur: Stefanie Michel

Der schweizer Antriebstechnik-Spezialist Maxon wächst in all seinen Märkten und erwartet auch für 2019 ein moderates Wachstum.
Der schweizer Antriebstechnik-Spezialist Maxon wächst in all seinen Märkten und erwartet auch für 2019 ein moderates Wachstum. (Bild: adrian venetz)

Erstmals erreichte Maxon, ein Schweizer Hersteller von Antriebstechnik, 2018 mehr als eine halbe Milliarde Franken Umsatz. Der Umsatz stieg um 14,7 % auf 526,3 Mio. Franken (2017: 459 Mio. Franken). Zum Umsatzwachstum trugen alle globalen Märkte bei.

Für das Geschäftsjahr 2018 konnte Maxon seinen Umsatz auf über 500 Mio. Schweizer Franken steigern – ebenso ein Rekord wie der Cashflow, der sich auf 55,7 Mio. Franken erhöhte. Die Mitarbeiterzahl stieg 2018 auf rund 3000 (2017: 2577). Jeder zehnte von ihnen arbeitet in der Forschung und Entwicklung. „Neben dem Hauptsitz in Sachseln wird an sechs weiteren lokalen Standorten entwickelt: In Deutschland, Frankreich und in den Niederlanden sowie in Korea, China und den USA,“ sagt Karl-Walter Braun, Hauptaktionär des Unternehmens. Zu den bisherigen Produktionsstandorten in Sachseln, Sexau, Veszprém und Cheonan ist Taunton in der Nähe von Boston (USA) dazugekommen, wo die ersten Produktionslinien für Motoren und Getriebe eingerichtet worden sind. Damit ist Maxon in allen wichtigen globalen Märkten vertreten. „Dank der weltweiten Produktion und stabilen Verkaufsorganisationen können wir direkt vor Ort schnell auf Kundenwünsche eintreten und wertvolle Informationen über neue Anforderungen und Trends abholen,“ so Karl-Walter Braun. Insgesamt investierte Maxon 2018 eine Summe von 100 Mio. Franken aus eigenen Mitteln in die Produktionsstandorte.

Umsatzwachstum In allen globalen Märkten

In Europa ist Deutschland nach wie vor der größte Absatzmarkt, gefolgt von der Schweiz. Jede Vertriebsgesellschaft im EMEA-Raum (Europa, Naher Osten, Afrika) stellte 2018 einen neuen Umsatzrekord auf. Auch in den USA verzeichnete Maxon den bisher höchsten Umsatz. In China ist es gelungen, den Umsatz innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln. Wichtigster Markt für Maxon bleibt die Medizintechnik mit rund 42 % des Umsatzes, gefolgt von der Industrieautomation und Robotik (27 %), der Mess- und Prüftechnik (7 %) sowie der Automobilindustrie (5,3 %) und der Luft- und Raumfahrt (5 %).

Maxon bildet in seinen Unternehmen eine viele Lehrlinge aus. In Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen und der Schweizer Botschaft führte das Unternehmen auch in Südkorea ein Betriebslehrlingswesen ein, ebenso in der neuen Fabrik in den USA. „An der Hochschule Luzern haben wir zudem ein eigenes Lab eingerichtet. Dort wird an verschiedenen Themen gearbeitet, zum Beispiel an einem E-Bike-Prüfstand, der zu den besten der Schweiz gehört,“ sagt Eugen Elmiger, CEO der Maxon Gruppe.

Auch im EPFL Innovationspark in Lausanne hat Maxon ein Innovation Lab eröffnet, in dem Studenten und Forscher an Entwicklungen arbeiten, Start-ups gründen oder sich mit Antriebstechnik vertraut machen. Darüber hinaus besteht seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit der ETH Zürich in verschiedenen Forschungsprojekten. Maxon investiert damit nicht nur in künftige Mitarbeitende, sondern nutzt diese Kollaborationen auch, um Produkte zu entwickeln und in neue Märkte vorzustoßen. Elmiger. „Wir arbeiten momentan unter anderem an sehr effizienten Drohnen-Antriebssystemen. Gleichzeitig stoßen wir in den E-Mobility-Markt vor, indem wir Know-how für die Systemintegration und für Batterie-Managementsysteme aufbauen.“ Auch der Mars bleibt ein wichtiger Innovationstreiber. In den letzten Monaten haben Maxon Ingenieure mehrere Spezialantriebe entwickelt für die Rover-Missionen der NASA sowie ESA zum Mars im nächsten Jahr.

Moderates Wachstum für 2019 erwartet

„Wir werden 2019 weiterhin stark in Forschung und Entwicklung investieren, die Digitalisierung vorantreiben und unsere globale Organisationsstruktur weiterentwickeln,“ so Elmiger. Aufgrund der allgemein unsicheren Wirtschaftsentwicklung geht Maxon von einem moderaten Wachstum für das laufende Geschäftsjahr aus. Da das Unternehmen breit aufgestellt sei und über ein weit gestreutes Kundenportfolio verfüge, so Elmiger, sei es weniger stark betroffen, wenn eine einzelne Industrie schwächle. Zurzeit liegt der Auftragseingang um rund 5 % über dem des Vorjahres.

Eine weitere positive Neuigkeit gibt es zu Jürgen Mayer. Der ehemalige Geschäftsleiter und Verwaltungsratspräsident von Maxon ist nach seiner mehr als 50-jährigen Karriere beim Antriebsspezialisten zum Ehrenpräsidenten ernannt worden. „Diese Wahl ist der mehr als verdiente Lohn für eine großartige Leistung, die Jürgen in über 50 Jahren für unser Unternehmen erbracht hat,“ so VR-Präsident und Hauptaktionär Karl-Walter Braun. Neu in den Verwaltungsrat gewählt worden ist Eugen Elmiger. Er wird als Delegierter des Verwaltungsrates fungieren.

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