Konferenz Metal meets Medical Medizintechnik braucht Maschinen zur Serienfertigung

Redakteur: Stéphane Itasse

Neue Medizinprodukte helfen, die Wünsche der Patienten besser zu bedienen; Produktionstechnik stellt sicher, dass Anforderungen der Patienten zuverlässig und kostengünstig erfüllt werden. Wie in diesem Spannungsfeld künftig die Potenziale in der Fertigung noch besser gehoben werden können, ist Thema der zweiten Konferenz Metal meets Medical.

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„Das Gebot der Stunde in der Medizintechnik lautet hochwertige Maßkonfektion zu günstigen Preisen“, sagt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW.
„Das Gebot der Stunde in der Medizintechnik lautet hochwertige Maßkonfektion zu günstigen Preisen“, sagt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW.
(Bild: VDW)

Zu diesen Diskussionen treffen sich am 11. April 2013 Mediziner, Medizintechnikhersteller, Maschinenbauer und Forscher in Frankfurt am Main. Veranstalter der Konferenz ist der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW), Frankfurt am Main, gemeinsam mit dem Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der Universität Darmstadt.

Serienproduktion stößt in der Medizintechnik auf sehr individuelle Anforderungen

Mit einem Volumen von rund 300 Mrd. Euro, Tendenz steigend, ist der Markt für Medizintechnik ein dynamischer Wachstumsmarkt, wie der VDW weiter berichtet. Die Werkzeugmaschinenindustrie liefere nach der aktuellen Kundenstrukturerhebung des VDW mittlerweile etwa 2 % ihrer Produktion in diese Abnehmerbranche. Der Gesamtwert der verkauften Maschinen habe sich innerhalb von nur vier Jahren bis 2011 verdreifacht. Damit sei der Wachstumsmarkt Medizintechnik schon längst kein Geheimtipp mehr.

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„Das Gebot der Stunde in der Medizintechnik lautet hochwertige Maßkonfektion zu günstigen Preisen“, meint Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW „Wie Grundsätze der Serienproduktion auch in einem sehr individuellen Markt Potenziale heben kann, das diskutieren hochkarätige Experten auf unserer Konferenz.“ Die Veranstaltung thematisiere die Anforderungen von Medizinern und Medizintechnikherstellern ebenso wie sie Lösungen mit verschiedenen Bearbeitungs- und Messverfahren bei der Prothesenherstellung, in der Dentaltechnik und bei der Implantatproduktion vorstellt.

Medizintechnik stimuliert Werkzeugmaschinenbau

Für Prof. Eberhard Abele, Leiter des Mitveranstalters PTW, ist der intensive Dialog zwischen beiden Branchen Voraussetzung für den Erfolg. „Die Medizintechnik ist ein attraktiver, dynamischer Markt, der neuartige Produktionsmittel nachfragt. Damit stimuliert er Innovationen in der Werkzeugmaschinenindustrie, die damit ihre internationale Position stärkt.“ Prof. Eckhart Uhlmann, Leiter des Fraunhofer IPK in Berlin und einer der Redner und Moderator bei der Konferenz, sieht es ähnlich: „Die Produktionstechnik als Schlüsseltechnologie der Medizintechnik prägt unsere Innovationen von morgen. Wir müssen noch mehr als zuvor die Bedarfe der Medizin verstehen und unsere Technologien in diesen Wachstumsmarkt hineintragen.“

Bereits seit 2010 engagiert sich der VDW nach eigenen Angaben mit der Marke Metal meets Medical. Er will damit eine Plattform für den Wissenstransfer zwischen den Herstellern von medizintechnischen Produkten und den Anbietern von Produktionstechnik bieten. Im Jahresturnus organisiere er eine Konferenz Metal meets Medical oder eine Sonderausstellung zur Metav 2012.

Weitere Informationen und Anmeldung: Niklas Kuczaty, VDW, Tel. (0 69) 75 60 81-48,n.kuczaty@vdw.de

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