Werkzeugbeschichtung Mehr Zerspanungsleistung für den Werkzeug- und Formenbau

Redakteur: Peter Königsreuther

Im Werkzeug- und Formenbau werden Stähle mit einer Härte über 50 HRC täglich zerspant, doch ist das alles andere als trivial. Die neue Hipims-Schicht Steelcon von Cemecon soll helfen.

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Ob man nun nass oder trocken zerspant: Mit der Beschichtung Steelcon von Cemecon erhöhe sich die Standzeit beim Fräsen von gehärteten Stählen deutlich. Das macht sich etwa im Werkzeug- und Formenbau bezahlt.
Ob man nun nass oder trocken zerspant: Mit der Beschichtung Steelcon von Cemecon erhöhe sich die Standzeit beim Fräsen von gehärteten Stählen deutlich. Das macht sich etwa im Werkzeug- und Formenbau bezahlt.
(Bild: Cemecon)

Die Hartbearbeitung, insbesondere das Zerspanen von gehärteten Stählen über 50 HRC, ist eine anspruchsvolle Anwendung, sagt Cemecon. Denn die Materialien sind sowohl hart als auch zäh. Und Legierungsbestandteile, welche die Korrosionsbeständigkeit erhöhen, erschwerten die Zerspanungsaufgaben zusätzlich. Dabei bissen sich die eingesetzten Fräser, bedingt durch enorme Vorschübe und hohe Temperaturen bei Schnittgeschwindigkeiten bis 250 Meter pro Minute, im wahrsten Sinne des Wortes die Zähne aus. Gleichzeitig sind speziell im Werkzeug- und Formenbau höchste Oberflächengüten auch bei kleinsten Konturen oft ein Muss, heißt es weiter. Um unter diesen extremen Bedingungen dennoch möglichst wirtschaftlich zerspanen zu können, empfiehlt es sich, hochwertige Präzisionswerkzeuge zu nutzen. Und eine auf die Aufgabe hin zugeschnittene Beschichtung unterstützt das Ganze. Mit dem neuen Hipims-Schichtwerkstoff Steelcon liefere Cemecon das richtige Rüstzeug dafür.

Verschleißfeste Werkzeugbeschichtung spart Bares

Steelcon, erfährt man außerdem, ist der zweite siliziumdotierte Hipims-Schichtwerkstoff von Cemecon. Während der „Bruder“ Inoxacon für die Zerspanung von rostfreiem Stahl, Titan und schwer zerspanbaren Materialien prädestiniert ist, haben die Experten mit Steelcon einen Schichtwerkstoff eigens für die Zerspanung von gehärteten Stählen jenseits von 50 HRC entwickelt. Damit gelinge die Hartmetallzerspanung trocken oder nass! Egal, ob es ums Fräsen, Bohren, Reiben oder Gewinden gehe. Steelcon wird als sehr verschleißbeständig beschreiben, was einerseits durch seine hohe Härte her komme und andererseits aber auch durch seine Zähigkeit, gepaart mit der sehr guten Haftung der Schicht auf Zerspanungswerkzeugen.

Der Schichtwerkstoff habe eine relativ dichte Struktur und eine erhöhte thermische Stabilität. Das Verschleißverhalten von Steelcon unterscheidet sich laut Hersteller deshalb im Positiven deutlich von den Marktbegleitern. Damit profitiere man von einem sehr homogenen Verschleißverhalten, das Seinesgleichen suche.

Standzeiterhöhung eines 6-Millimeter-Kugelfräsers durch eine Steelcon-Beschichtung, im Vergleich zu einer herkömmlichen Beschichtung, bei der Bearbeitung des Werkstoffs 1.2379 mit einer Härte von 62 HRC.
Standzeiterhöhung eines 6-Millimeter-Kugelfräsers durch eine Steelcon-Beschichtung, im Vergleich zu einer herkömmlichen Beschichtung, bei der Bearbeitung des Werkstoffs 1.2379 mit einer Härte von 62 HRC.
(Bild: Cemecon)

Weil sich wegen des Hipims-Prozesses keine Droplets (tropfenförmige Materialansammlungen) bilden können, ist eine Steelcon-Schicht verfahrensbedingt extrem glatt, betont Cemecon. So stehe einer optimalen Span- und Wärmeabfuhr im Wahrsten Sinn des Wortes nichts mehr im Weg: Das Werkzeug kann die Wärme im Span abführen, die Prozessstabilität steigt. Daraus resultieren beste Oberflächengüten, so dass sich der Anwender oftmals nachfolgende Arbeiten – teilweise sogar das Polieren seiner Werkstücke – sparen kann, heißt es weiter.

Wer Werkzeuge mit einer abgestimmten Steelcon-Beschichtung bei der Zerspanung von gehärteten Stählen einsetzt, profitiert von kürzeren Bearbeitungszeiten, reduzierten Einrichtungs- und Handhabungsvorgängen und besseren Oberflächen. Alles Faktoren, die unter dem Strich die Kosten verringern, erklärt Cemecon abschließend.

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