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Werkzeugmanagement-Plattform c-Com Mehrwert durch kollaboratives Datenmanagement

| Autor/ Redakteur: Giari Fiorucci / Andrea Gillhuber

In der Fertigung lässt sich mit kollaborativem Datenmanagement ein Mehrwert generieren. Möglich macht dies eine neue Plattform für Werkzeugmanagement.

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Mit dem Modul „Reconditioning Management“ von c-Com haben Nutzer jederzeit einen detaillierten Überblick, unter anderem darüber, wie viele neue, wiederaufbereitete und stumpfe Werkzeuge in ihr Lager sind.
Mit dem Modul „Reconditioning Management“ von c-Com haben Nutzer jederzeit einen detaillierten Überblick, unter anderem darüber, wie viele neue, wiederaufbereitete und stumpfe Werkzeuge in ihr Lager sind.
(Bild: c-Com GmbH)

Zur EMO Hannover 2017 wird die Open-Cloud-Plattform c-Com eingeführt – inklusive der vier Module „Tool Dashboard“, „Dynamic Order Optimizer“, „Reconditioning Management“ und „Machine Run-Off“ sowie korrespondierender Apps. Das Unternehmen hinter der Plattform, die c-Com GmbH, verspricht innovatives, transparentes und kollaboratives Datenmanagement von Werkzeugen und C-Teilen im Fertigungsumfeld.

Mit der SaaS-Lösung (Software as a Service) c-Com können Lieferanten und Kunden Daten verwalten und teilen, die für die tägliche Arbeit beziehungsweise für Projekte relevant sind. Durch den nahtlosen Datenfluss ohne Medienbrüche ist sichergestellt, dass allen Stakeholdern die aktuellen Daten in Echtzeit zur Verfügung stehen. Die Daten sind bestmöglich geschützt, schließlich nutzt c-Com die Technologien und die hohen Sicherheitsstandards der SAP-Infrastruktur. Doch was steckt hinter der Plattform und wie sieht die tägliche Arbeit damit aus? Um die Arbeitsweise mit und die Vorteile von c-Com aufzuzeigen, eignet sich das folgende Beispiel einer Maschinenabnahme. Genutzt wird das Modul „Machine Run-Off“.

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Maschinenabnahme mit c-Com

Gemeinsam mit dem Projektmanager eines Maschinenherstellers testet der Außendienstmitarbeiter eines Werkzeugherstellers verschiedene Werkzeuge für ein neues Projekt. Die Maschine soll bald ins Ausland geliefert werden. Dort muss der OEM, der die Maschine bestellt hat, in wenigen Wochen die ersten bearbeiteten Bauteile für das PPAP (Produktionsabnahmeverfahren) präsentieren. Während des Einfahrens der Maschine trägt der ADM (Außendienstmitarbeiter) über sein Tablet mithilfe der Datacare-App die gefahrenen Werte auf der Plattform c-Com ein. Gemeinsam mit dem Projektmanager verwaltet er dort das Projekt. In Echtzeit sind die geänderten Daten für alle Beteiligten in c-Com verfügbar. Datum, Zeit und Grund der Änderung werden genau protokolliert.

Wie werden Modifikationen gehandhabt?

Bei der Bearbeitung des Bauteils mit dem Werkzeug T200 tauchen Probleme auf: Die Bohrung liegt nur knapp innerhalb der definierten Toleranzen. Eine Anpassung des Werkzeugs ist notwendig. Der ADM des Werkzeugherstellers sendet die notwendigen Modifikationen am Werkzeug an seine Konstruktionsabteilung – inklusive Bildern der entsprechenden Bearbeitungsergebnisse. Die Konstruktionsabteilung erhält über c-Com direkt eine Meldung, der Konstrukteur passt das Werkzeug entsprechend an, erstellt eine neue Zeichnung und veröffentlicht sie in c-Com. Über c-Com geben der ADM und der Projektmanager des Maschinenherstellers gemeinsam die Änderungen am Werkzeug frei. Von den drei Werkzeugen T200, die an den Maschinenhersteller geliefert wurden, werden zwei an den Werkzeughersteller zurückgesendet, um sie direkt zu modifizieren. Das dritte Werkzeug verbleibt in der Maschine, um mit den Vorabnahmetests fortfahren zu können. An dieser Stelle könnte bei der Lieferung der modifizierten Werkzeuge Verwirrung entstehen. Welche Werkzeuge sind bereits nachgearbeitet und welches noch nicht? Dank der Serialisierung der Werkzeuge mit QR-Code kann jederzeit in c-Com nachvollzogen werden, wo sich welches Werkzeug befindet. Die Maschine samt Werkzeugen wird an den OEM im Ausland geliefert. Dort findet die finale Maschinenabnahme statt. Die lokalen Vertreter des Maschinen- und des Werkzeugherstellers haben dank c-Com alle benötigten Daten zur Hand, beispielsweise zu Schnittwerten oder Werkzeugwechseln, und schließen die Abnahme innerhalb der vorgegebenen Frist mit dem OEM ab.

Das Beispiel beschreibt, wie Werkzeug- und Maschinenhersteller während des Maschinenabnahmeprozesses von c-Com profitieren. Der Austausch verschiedener Excel-Dateien zwischen Lieferant und Kunde gehört damit ebenso der Vergangenheit an wie zeitaufwendige An- und Nachfragen zu Änderungen an den Werkzeugen vor der finalen Maschinenabnahme. Deadlines werden nicht mehr durch fehlende Werkzeuge oder fehlende Werkzeugdaten gefährdet.

Alle Daten auf einen Blick

Auch die drei weiteren Module, die c-Com im September präsentiert, erleichtern die tägliche Arbeit bei unterschiedlichen Aufgaben. Dabei ist die Applikation „Tool Dashboard“ das Herzstück der Plattform. Hier finden alle Nutzer entlang der Lieferkette (Fertigung, Einkauf, Logistik …) die für sie relevanten Werkzeugdaten, und das mit Bezug zu einzelnen Bauteilen und Anwendungen. Es besteht quasi eine übergeordnete Technologiedatenbank innerhalb der Firma. An diesem Punkt unterscheidet sich c-Com von allen bisherigen Cloud-Lösungen. Bei diesen können zwar Werkzeugdaten für verschiedene Nutzer freigegeben werden, allerdings werden sie nicht in Beziehung mit den jeweiligen Bauteilen und Bearbeitungen gesetzt. So haben diese Daten für weitere Prozesse rund um das Werkzeug, wie die Wiederaufbereitung oder die Disposition, keinen Nutzen. Das Modul „Tool Dashboard“ der Plattform c-Com hingegen vernetzt diese Daten und bietet in Kombination mit den Verbrauchsinformationen, die ein Werkzeugausgabesystem liefert, wertvolle Auswertungen in Echtzeit. So können beispielsweise die Leistungsfähigkeit der einzelnen Werkzeuge oder die Werkzeugkosten genau analysiert werden. Zudem bietet c-Com die Möglichkeit, Kosten für gleiche oder ähnliche Bearbeitungen innerhalb des Unternehmens standortübergreifend zu vergleichen.

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