Vertrieb in Zeiten von Corona Messefrei? – So bringen Sie Ihre Produkte trotzdem an den Mann!

Autor Svenja Gelowicz

Großausstellungen wie die Hannover Messe sind für die Industrie ein wichtiger Vertriebskanal. Nun findet sie zum zweiten Mal nur digital statt. Welche Möglichkeiten Unternehmen gefunden haben, um ihre Produkte anderweitig zur Schau zu stellen.

Der Druckluftspezialist Oltrogge besucht Kunden mit einem Showtruck.
Der Druckluftspezialist Oltrogge besucht Kunden mit einem Showtruck.
(Bild: Oltrogge)

Dunkle Pullis und Sakkos, Poloshirts mit Firmenlogo: Besucher drängen sich in zumeist gedeckten Farben um Messestände, dazwischen lautes Lachen und Händeschütteln. Diejenigen mit Termindruck hasten durch Gänge, im Hintergrund klackern stakkatoartig Roboter. Große Augen, wenn der Arm eines quietschgelben Schwerlastroboters ohne Mühe einen Audi Q2 durch die Luft gleiten lässt und ihn wieder sanft auf dem Boden platziert. Roboter schenken Bier ein, spielen Tischtennis, stapeln Pakete: Ein bisschen Wehmut herrscht sicher bei einigen Industrieunternehmen, wenn sie an die letzte „richtige“ Ausgabe der Hannover Messe von 2019 zurückdenken. Denn im laufenden Jahr findet das wichtige Industrie-Event rein digital statt, wie bereits im Jahr 2020.

Messen sind gerade für den Maschinen- und Anlagenbau ungeheuer wichtig, um in Kontakt mit potenziellen Kunden zu kommen. Marketer sprechen dabei von Leads. Die Hannover Messe ist ein Branchentreffen, das seinesgleichen sucht: Die Veranstalter bilanzieren auf ihrer Webseite 6,5 Millionen Geschäftskontakte bei 5.500 Ausstellern und etwa 200.000 Besuchern. Das ist schwer zu toppen. Unternehmen haben allerdings eigene kreative Formate entwickelt, um trotz Pandemie ihren Kunden die Neuheiten aus dem Produktportfolio zeigen zu können.