Falsche Sicherheit Metall- und Elektrobranche fürchten weiteren Stellenabbau

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Kurz vor der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie (M+E) zeichnet die Branche ein düsteres Bild der Lage, wie die dpa erfahren hat ...

Schein und Wirklichkeit! Es boomt zwar die Rüstung, doch dieser Trend vernebelt laut Experten die eigentliche Situation im deutschen Maschinen- und Elektrosektor (M+E). Was wirklich abgehe, zeigten die Ergebnisse einer Umfrage, die hier zu lesen sind ...(Bild:  KI-generiert)
Schein und Wirklichkeit! Es boomt zwar die Rüstung, doch dieser Trend vernebelt laut Experten die eigentliche Situation im deutschen Maschinen- und Elektrosektor (M+E). Was wirklich abgehe, zeigten die Ergebnisse einer Umfrage, die hier zu lesen sind ...
(Bild: KI-generiert)

Einer Umfrage unter 1.461 Unternehmen (mit rund 800.000 Beschäftigten) des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall zufolge schätzen derzeit 39 Prozent der Betriebe die Geschäftslage als schlecht ein. Rund 40 Prozent bewerten sie immerhin als befriedigend. Und 21 Prozent erwarten, dass sich die Lage in einem halben Jahr noch verschlechtern dürfte. Wiederum 42 Prozent der befragten Unternehmen gehen demnach davon aus, in diesem Zeitraum Personal abzubauen. Die IG Metall fordert auch noch für die gut 3,7 Millionen Beschäftigten in der deutschen Metall- und Elektroindustrie unter anderem fünf Prozent mehr Geld. Die erste Runde der regionalen Verhandlungen Anfang Oktober endete ergebnislos! In der kommenden Woche gehen die Gespräche weiter. Die Friedenspflicht endet hier bereits mit Ablauf des 31. Oktober – ab dann sind Warnstreiks möglich.

Der Rüstungsboom wird der M+E-Industrie wenig bringen

Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander verwies in Berlin darauf, dass es zwar in der Branche durchaus Bereiche gibt, in denen es gut läuft. Gemeint sind etwa die Rüstungsindustrie oder die Gesundheitstechnik. Zander macht jedoch klar: „Wenn nochmal Tausende Panzer oder Wehrmaterial bestellt werden, heißt das nicht, dass die deutsche M+E-Industrie daraus in der Fläche mehr Produktion gewinnt!“ Die Rüstungsindustrie hat derzeit nur rund 200.000 Beschäftigte, aber die gesamte Branche 3,7 Millionen. Gleichzeitig fassen die Arbeitgeber eine Verlagerung der Produktion an Standorte im Ausland verstärkt ins Auge. „Inlandsaufträge bedeuten nicht automatisch eine Inlandsproduktion“, stellt Zander dazu klar. Im Ausland könne man aufgrund besserer Rahmenbedingungen – man denke an geringere Personalkosten – mit höheren Margen produzieren.

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