Energieversorgung
Flexibilität ist das neue Gold

Von Stefanie Michel 9 min Lesedauer

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Wer mehr Flexibilität in die Stromversorgung bringt, der spart Geld – davon ist Tim Meyer überzeugt. Im Interview erklärt er, warum die Strompreise in Deutschland so hoch sind und was Unternehmen selbst in die Hand nehmen können, um zur Energiewende beizutragen.

„Der richtige Weg wäre jetzt, viel mehr Batteriesysteme ins System zu bringen, weil sie den Markt entlasten und teures Gas verdrängen“, so Tim Meyer.(Bild:  Nina Grützmacher Fotografie)
„Der richtige Weg wäre jetzt, viel mehr Batteriesysteme ins System zu bringen, weil sie den Markt entlasten und teures Gas verdrängen“, so Tim Meyer.
(Bild: Nina Grützmacher Fotografie)

Die Industrie verbraucht knapp 45 Prozent des Stroms in Deutschland. Gerade energieintensive Betriebe sollen vom Industriestrompreis profitieren, aber der Preis ist im internationalen Vergleich immer noch hoch. Warum ändert sich kaum etwas?

Zuerst muss man klären, was Industrie heißt. Für die allermeisten Unternehmen, auch mit Verbräuchen bis 20 Millionen Kilowattstunden, liegt der Strompreis laut BDEW-Strompreisanalyse wieder auf dem Niveau von 2017. Dazwischen hat sich viel verschoben: Die reine Energie ist viel, viel teurer geworden. Im Gegenzug gab es Entlastungen, allen voran bei der EEG-Umlage, die inzwischen aus Steuermitteln finanziert wird. Im Saldo sind wir wieder bei 2017.