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In Oer-Erkenschwick stellt E&E unter kontrollierten Produktionsbedingungen Kabel her, die so klein sein können, dass der oft komplexe Aufbau mit bloßem Auge nicht komplett zu sehen ist. Erst mit optischen Hilfsmitteln – wie Lupe oder Mikroskop – werden die zarten Einzelelemente detailliert erkennbar.
Miniaturkabel enthalten metallische Litzenleiter mit 16 μm Durchmesser
In E&E-Miniaturkabeln werden metallische Litzenleiter (AWG 46) mit Einzeldraht-Durchmessern von gerade einmal 16 μm, also 0,016 mm, verarbeitet. Die isolierte Ader misst in diesem Fall weniger als 0,2 mm. Besondere Kenntnisse in Entwicklung, Fertigung und Qualitätssicherung sind für eine beherrschte Produktion derart filigraner Kabel unabdingbar. Entwicklungsingenieure müssen bei E&E zunächst ausreichend Erfahrungen im Design normaler Kabel sammeln, bevor sie sich mit profunden Werkstofferfahrungen auch an die Konstruktion der Kabelwinzlinge wagen dürfen.
Gefertigt werden die Miniaturkabel in einem abgetrennten Produktionsbereich. Ein Großteil der dort eingesetzten Maschinen und Vorrichtungen wurde von dem westfälischen Hersteller in Eigenregie konzipiert und gebaut.
Auch die Ausstattung der Maschinen und Anlagen tendiert in Richtung „mikro“. So gibt es etwa Spulen, die kaum größer als klassische Nähgarnrollen ausfallen. Entscheidend ist, dass auch die Fertigungstoleranzen proportional mit miniaturisiert werden. Hochkomplexe Überwachungssysteme kommen zum Einsatz, um die unterschiedlichsten Fertigungsparameter bis ins letzte Detail zu erfassen und zu dokumentieren.
Prüfen und Inspizieren unzugänglicher Stellen ist etwas für Miniaturkabel
Ein beachtlicher Anteil der hoch miniaturisierten Kabel wird in der Mikromechanik angewendet: Fertigungseinrichtungen der Halbleiterproduktion, Chip-Handler, Bestückungsautomaten und auch Prüfautomaten in der Elektronikfertigung (Bild 1 – siehe Bildergalerie) sind ein typischer Ausschnitt der Anwendungen, in denen E&E-Mikrokabel sich in einem auf höchste Präzision ausgelegten Umfeld bewähren müssen.
Das Prüfen und Inspizieren unzugänglicher Stellen ist fast schon eine Domäne der Miniaturkabel: Durch die fortschreitende Komplexität von Maschinen finden Miniaturkabel Anwendung in visuellen Inspektionssystemen mit moderner Kamera- und Videotechnik. Industrielle Inspektionssysteme dringen zum Beispiel in unzugängliche Hohlräume vor, spüren Korrosion und Risse auf, inspizieren Schweißnähte und Hohlraumversiegelungen. Moderne industrielle Endoskope liefern etwa bei Motoren oder Turbinen ohne aufwendige Demontage Bilder, mit denen sich unter anderem der Verschleiß bestimmen lässt. Bei Bedarf können die Systeme mit Greifern oder anderen Werkzeugen ausgestattet sein, sodass auch ferngesteuerte Reparaturen möglich sind.
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