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Ernst & Engbring

Miniaturkabel für die Elektronik werden immer leistungsfähiger

| Autor/ Redakteur: Michael Spicker / Reinhold Schäfer

Nicht nur in der Medizintechnik, sondern auch in der Industrie werden für die Verbindung einzelner Platinen und Gerätebauteile Kabel benötigt, die dünner als ein menschliches Haar sind. Was derzeit technisch möglich ist, zeigen die Miniaturkabel eines deutschen Spezialkabelherstellers.

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In diesen Miniaturkabeln werden metallische Litzenleiter mit Einzeldrahtdurchmessern von gerade einmal 16 μm, also 0,016 mm, verarbeitet.
In diesen Miniaturkabeln werden metallische Litzenleiter mit Einzeldrahtdurchmessern von gerade einmal 16 μm, also 0,016 mm, verarbeitet.
(Bild: Ernst & Engbring)

Miniaturisierte Kabelsysteme sind auf dem Vormarsch: nicht nur in der Medizintechnik, sondern auch im industriellen Umfeld. Zum Zug kommen sie vor allem, wenn hohe Packungsdichten von diskret verlegten Kabeln in bewegten Anwendungen gefordert sind. Ihr Einsatzspektrum reicht von rasant schnellen Pick-&-Place-Anwendungen bis zur Bestückung von industriellen Endoskopiesystemen.

Miniaturisierte Kabelsysteme bieten viele Möglichkeiten

Das Potenzial für miniaturisierte Kabelsysteme ist groß. Denn ein Blick auf die Geschäftsentwicklung beim deutschen Spezialkabelhersteller Ernst & Engbring (E&E) zeigt einen steigenden Anteil der Kabelwinzlinge am Gesamtumsatz auf jetzt nahezu ein Drittel.

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Oft folgt die elektrische Verbindungstechnik bei nötiger Miniaturisierung der Integration: Die elektrischen Verbindungen zwischen den Bauelementen wandern von diskreter Verkabelung oder mehradrigen Kabeln zunächst in die Leiterplatten, dann auf Hybridschaltkreise. Am kostengünstigsten sind elektrische Verbindungen, die in einem Integrated Circuit (IC) realisiert sind: Tausende, gar Millionen von Verbindungen – zwischen den Transistoren und weiteren Bauteilen – sind in hochintegrierten Chips enthalten. Dabei sind die Kosten im Preis des IC inbegriffen – allerdings sollte der Anwender oder Kunde schon eine stattliche Zahl dieser Chips abnehmen können, um auf einen attraktiven Preis zu kommen.

Was aber, wenn hohe Packungsdichten zu realisieren sind, die Verbindungen aber nicht integriert werden können? Dies ist etwa der Fall, wenn Bauelemente oder auch Baugruppen – zum Beispiel ein Array von Sensoren – bewegt werden müssen.

Klassische Kabeltechnik bei Miniaturkabeln ist wieder gefordert

Was tun, wenn EMV-feste Leitungsausführungen von mehr als 10 cm Länge benötigt werden oder Kabel mit hoher Biegewechselfestigkeit in dauerbewegter Anwendung – und in extrem beengten Einbausituationen – gefordert sind?

In diesen Fällen ist die Miniaturisierung in klassischer Kabeltechnik zu realisieren – wie bei E&E. Die Entwicklung und Fertigung von Miniaturkabeln gehört schon lange zum Kerngeschäft des deutschen Spezialkabelherstellers, der in diesem Jahr sein 60-jähriges Jubiläum begeht und am Stammsitz Oer-Erkenschwick sowie im brandenburgischen Forst mit rund 300 Mitarbeitern zwei der modernsten Kabelfabriken Europas betreibt.

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