Ernst & Engbring

Miniaturkabel für die Elektronik werden immer leistungsfähiger

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Industrie kann von Miniaturkabel-Anwendungen in der Medizin lernen

Ein traditionell wichtiges Einsatzfeld der Minikabel sind medizintechnische Anwendungen, oft um hoch spezialisierte Sensorik oder Sensor-Arrays benutzer- und patientenfreundlich zum Einsatz bringen zu können. So verbindet zum Beispiel ein mehradriges Subminiatur-Koaxialkabel ein EEG-Kappensystem (Bild 2) mit dem Enzephalografen.

In diesem Kappensystem, das sich durch Tragekomfort und hohe Messgenauigkeit beim Monitoring der Gehirnströme auszeichnet, sind bis zu 600 m Kabel installiert. Jede Messelektrode der EEG-Kappe wird über ein Koaxkabel mit dem Grundgerät verbunden. Den in der Medizintechnik gesammelten Erfahrungsschatz nutzt E&E auch bei Anwendungen im industriellen Umfeld.

Dass Miniaturkabel nicht immer rund sein müssen, zeigt E&E mit konsequent miniaturisierten Flachbandleitungen. Sie dienen unter anderem für den sicheren Transport von Bildsignalen. Diese Kabel werden so konzipiert und gefertigt, dass sie die spezifizierten mechanischen Anforderungen erfüllen. Zugleich weisen sie bei engen mechanischen und elektrischen Toleranzen mit den vereinbarten Signalqualitäten, auch unter bewegten Einsatzbedingungen, über viele Jahre Konstanz auf – und werden so den Kundenwünschen und applikationsspezifischen Anforderungen gerecht.

Auch Miniaturkabel müssen sich noch konfektionieren lassen

Der Minimierung sind natürliche Grenzen gesetzt: Je dünner metallische Leiter werden, desto mehr steigt der Leiterwiderstand und damit die Dämpfung der Signale. Wichtig ist auch, dass bei der Fertigung der Winzlinge jeder einzelne Herstellungsschritt sicher beherrschbar bleibt. Und am Ende muss das Minikabel noch so groß ausfallen, dass es sich verarbeiten – sprich: konfektionieren – lässt.

Bei Bedarf und bei extrem anspruchsvollen Konstruktionen kann die Konfektion auch bei E&E in der hauseigenen Systemtechnik abgewickelt werden. Dabei kommen unter anderem flexible oder knickbare Folienstecker zum Einsatz, mit denen sich eine Vielzahl filigraner Koaxkabel anschließen lässt. Solche Lösungen ermöglichen eine schnelle Montage in schlanken Endoskopierohren.

Einen großen Stellenwert bei den Miniaturkabeln nimmt die konsequente Qualitätssicherung ein, die nicht nur fertigungsbegleitend stattfindet, sondern auch in ausführlichen Labortests erfolgt. Bei der Endprüfung wird generell jedes Minikabel auf Durchgang, Hochspannung und Kurzschluss getestet.

* Michael Spicker ist Vertriebsleiter bei der Ernst & Engbring GmbH in 45739 Oer-Erkenschwick

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