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Dazu ein Beispiel. Einer der ersten Studer-A-Achsen-Anwender ist ein Hersteller von Schneidwerkzeugen. Diese wurden bis dahin im Rahmen eines aufwendigen Fertigungsprozesses auf vier Schleifmaschinen gefertigt. Heute werden die gleichen Prozesse auf einer S41 mit schwenkbarem Schleifspindelstock und integrierter A-Achse, also mit einer Kombination aus Rund- und Gewindeschleifen, sehr schnell innerhalb der vorgegebenen Toleranzgrenzen bearbeitet. Das erhöht nicht nur die Genauigkeit und die Produktivität, sondern reduziert in einem hohen Maße die Durchlaufzeit der Werkzeuge in der Produktion. Weitere positive Effekte sind der reduzierte Maschinenpark und der geringere Platzbedarf.
Maschine kann auch mit zwei A-Achsen ausgestattet werden
Produktivität ist das Stichwort, wenn es um Wirtschaftlichkeit geht. Dort punktet die S41 doppelt: Sie kann sogar mit zwei A-Achsen ausgestattet werden. Ein enormer Vorteil bei produktiven Anwendungen, denn eine Schleifscheibe kann für das Schruppen (aus dem Vollen) und die zweite für das Schlichten genutzt werden. Universal würde nicht universal bedeuten, wenn die A-Achse nicht auch für das Innengewindeschleifen konzipiert worden wäre. Innengewinde sind insbesondere dann anspruchsvoll, wenn die Bohrungen lang sind. Deshalb ist es entscheidend, dass die intelligente Software Studer Thread zusätzlich in der Lage ist, Teilwinkel zu kompensieren, die aus Kollisionsgründen zwischen Schleifdorn und Bohrung nicht voll geneigt werden können.
Die A-Achse bringt mehr Flexibilität und eine höhere Produktivität
Die neue A-Achsen-Funktionalität spricht insbesondere Kunden an, die Bauteile mit komplexen Gewindegeometrien und großen Steigungen bisher extern, bei einem Gewindeschleifspezialisten, fertigen lassen mussten. Mit der neuen A-Achse auf den Maschinen S22 und S41 können solche Aufträge problemlos inhouse in einer Aufspannung geschliffen werden.
Den Kunden bringt die A-Achse mehr Flexibilität und Know-how, eine höhere Wertschöpfung, eine höhere Produktivität und nicht zuletzt einen geringeren logistischen Aufwand. Alle Faktoren zusammengenommen führen schlussendlich zu einer besseren Wirtschaftlichkeit. Das typische Anwendungsspektrum der A-Achse sind Schnecken, mehrgängige Gewinde, Gewindelehren, Extruderwellen, Kugelgewindetriebe, Lenkgetriebe, Kugelumlaufspindeln, Gewindeformer, Gewinderollen, Stufenbohrer, Zentrierbohrer, Nuten mit großer Steigung und Kunststoffspritzkerne für PET-Flaschengewinde. MM
* Antonio Bottazzo ist Verkaufsleiter bei der Fritz Studer AG in 3602 Thun (Schweiz)
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