Porträt Mit Ketten immer vorne dabei

Autor / Redakteur: Andreas Mühlbauer, Christiane Tupac-Yupanqui / Simone Käfer

Ständige Innovation, aber auch die Umwälzungen des 20. Jahrhunderts formten ein Unternehmen, das heute in der 4. Generation geleitet wird und weltweit erfolgreich ist. Immer im Mittelpunkt stehen bei Iwis Innovationen und die Angestellten.

Anbieter zum Thema

Otto Winklhofer leitete das Unternehmen mehr als vier Jahrzehnte, von 1933 bis 1975 – hier auf der Hannover Messe 1954 mit Wirtschaftsminister Ludwig Erhard.
Otto Winklhofer leitete das Unternehmen mehr als vier Jahrzehnte, von 1933 bis 1975 – hier auf der Hannover Messe 1954 mit Wirtschaftsminister Ludwig Erhard.
(Iwis)

Selten hat ein Mensch das Glück, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Einer von ihnen war Johann Baptist Winklhofer. Als er 1869 erstmals ein Fahrrad sah, stellten sich die Weichen für seine Zukunft mit diesem damals seltenen und skurrilen Gefährt.

Heute wird Iwis, Hersteller von Präzisionskettensystemen für Antriebs- und Förderzwecke, in der vierten Generation von Johannes Winklhofer geleitet. An mehreren Produktionsstandorten auf der ganzen Welt wird mit rund 1400 Mitarbeitern 2016 ein Umsatz von 350 Mio. Euro angestrebt. Auf dem Weltmarkt zählt das Münchener Unternehmen zu den führenden Anbietern von Steuertriebsystemen für die Automobilindustrie und von Hochleistungsketten für den Maschinen- und Anlagenbau.

Bildergalerie

Vom ersten Fahrrad zum Unernehmer

Winklhofer baut 1880 sein erstes Hochrad. Wenige Jahre darauf gründet er die Marke „Wanderer“ und produziert und verkauft Fahrräder. Bald jedoch diversifiziert sich das Unternehmen. Schreib- und Fräsmaschinen erweitern die Produktpalette.

Zu Beginn des neuen Jahrhunderts wechselt Winklhofer in den Aufsichtsrat von Wanderer. Fortan steht das Fahrrad nicht mehr im Mittelpunkt seines Schaffens. Die Rollenkette, die ihm von jeher zum Antrieb der Zweiräder diente, wird das Unternehmen Iwis prägen. 1916 gründet er die Johann Winklhofer-Maschinenfabrik in München. Neben Komponenten für Fahrräder werden im Krieg Haubitzenzünder hergestellt. Finanzielle und personelle Unterstützung kommt von den Wanderer-Werken. Diese sind in den ersten Jahren der einzige Auftraggeber.

Von der Kette zum Kühlschrank und zurück

In den 1920er-Jahren werden die beiden Söhne Hans und Fritz Gesellschafter des Unternehmens, das zu „Joh. Winklhofer & Söhne OHG“, kurz JWIS, umfirmiert. In dieser Zeit startet die Kettenproduktion. Konsumgüter sind in den Jahren des Aufschwungs sehr gefragt. Die Winklhofers beginnen mit der Entwicklung von Kühlschränken, müssen das Projekt jedoch mangels Akzeptanz am Markt wieder einstellen. Die Weltwirtschaftskrise macht vielen Unternehmen zu schaffen. Um sich weiter zu spezialisieren, baut JWIS die Kettenproduktion aus. Der Schritt erweist sich als richtig. 1933 treten Otto und Rudolf die Nachfolge von Hans und Fritz an.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:44155319)