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Restrukturierung Mit neuem Eigentümer von drohender Insolvenz zum Erfolg

Von Gary Huck

Die wirtschaftlichen Nachwehen der Coronakrise werden erst langsam sichtbar. Ohne Restrukturierungen kann es für viele Unternehmen nicht weitergehen. Um in unkonventionellen Zeiten wie diesen zurechtzukommen, können unkonventionelle Methoden helfen.

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Sven Tischendorf ist nicht der typische Restrukturierer. Manchmal managt er Unternehmen nicht einfach aus einer Krise, sondern baut sie als Eigentümer wieder auf.
Sven Tischendorf ist nicht der typische Restrukturierer. Manchmal managt er Unternehmen nicht einfach aus einer Krise, sondern baut sie als Eigentümer wieder auf.
(Bild: AC Tischendorf)

Sven Tischendorf, ein Mann mittleren Alters mit kurzen Haaren, zeigt von oben auf eine Maschine in der Halle: „Eigentlich hätte ich die auch gerne weiter drüben. Hier nimmt sie recht viel Platz weg. Da könnten wir einen neuen Maschinenpark hinstellen.“ Wenn man ihn beobachtet und reden hört, kommt er einem wie ein normaler Eigentümer vor, der für seine Firma Zukunftspläne schmiedet.

Ganz so ist es nicht. Sven Tischendorf ist Anwalt und restrukturiert seit 25 Jahren Unternehmen. Er ist nicht der typische Restrukturierer oder Interimmanager, der in ein Unternehmen kommt, den Laden wieder einigermaßen auf Linie bringt und dann zur nächsten angeschlagenen Firma weiterzieht. Tischendorf übernimmt manche Betriebe als Eigentümer und bringt sie auf Vordermann. Im Restrukturierungsbereich ist das alles andere als Standard.