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Covestro und der Breathing Skins Showroom

Mit Polycarbonat zur „atmenden“ Fassade

| Redakteur: Peter Königsreuther

Im „Breathing Skins Showroom“, einem Prototypen-Raum, werde anschaulich gezeigt, wie man das Raumklima an die individuellen Befindlichkeiten des Nutzers anpassen kann. Herzstück des Projekts ist eine atmende Fassadenhaut unter Einsatz transparenter Massivplatten aus dem Polycarbonat Makrolon von Covestro sowie pneumatische „Muskeln“.
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Im „Breathing Skins Showroom“, einem Prototypen-Raum, werde anschaulich gezeigt, wie man das Raumklima an die individuellen Befindlichkeiten des Nutzers anpassen kann. Herzstück des Projekts ist eine atmende Fassadenhaut unter Einsatz transparenter Massivplatten aus dem Polycarbonat Makrolon von Covestro sowie pneumatische „Muskeln“. (Bild: Tobias Becker)

Die Außenhülle von Gebäuden nutzen, um das Raumklima variabel an die Bedürfnisse der Bewohner anzupassen – diese Idee steckt hinter dem zukunftsträchtigen Breathing Skins Showroom. Das Herzstück des Projekts sei eine „atmende“ Fassadenhaut, die mit Makrolon-Massivplatten von Covestro aufgebaut, einer natürlichen organischen Haut nachempfunden sei.

Die rechtlich geschützte Entwicklung ist von Tobias Becker, und ermögliche es nun, die Durchlässigkeit von Fassaden stufenlos zu variieren. Dadurch könne das Raumklima individuell an die Befindlichkeiten des Nutzers angepasst werden. Dafür wurde der Erfinder von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und der Präsidentin des Umweltbundesamts, Maria Krautzberger, mit dem Bundespreis Ecodesign in der Kategorie Nachwuchs ausgezeichnet.

Pneumatisch steuerbares Leichtgewicht

Die Inspiration zur Entwicklung einer atmenden Fassadenhaut basiert auf der Idee, einen Innenraum über porenartige Luftkanäle ohne das Auftreten von Luftzug ganzflächig zu belüften, heißt es. Pneumatisch könnten diese durch Schaffung eines geringen Überdrucks im Fassadenelement luftdicht verschlossen werden. Circa 140 pneumatische „Muskeln“ pro Quadratmeter werden dabei ohne sichtbare Technik dezentral von einem Kompressor mit niedrigem energetischen Aufwand gesteuert, so Covestro. Implementiert man dagegen einen geringen Unterdruck, weiten sich die Luftkanäle, die zwischen zwei perforierten transparenten Massivplatten aus Polycarbonat des Typs Makrolon GP clear 099 reversibel montiert sind. Es handelt sich dabei um eine Sandwichkonstruktion mit einem Gewicht von unter 11 kg/m², betont Covestro.

Durchlässigkeit steuert Fassadencharakter

Je mehr sich die pneumatischen Muskeln dabei weiten, hießt es, desto stärker ändert sich das Erscheinungsbild der Fassade: Die Durchlässigkeit für Luft, Blickdichte und Licht würden so lokal und graduell anpassbar. Das Konzept beruhe auf der Biomimetik (biomimetics), deren Grundgedanke darin bestehe, die Natur genau zu beobachten und die gewonnenen Erkenntnisse in technische Anwendungen umzusetzen.

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