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Virtual Reality Mobile Endgeräte verändern die Produktion

| Autor: Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde

Tablets, Datenbrillen und Handprojektion werden zunehmend ein fester Bestandteil in Produktionsszenarien. Mit dem Einzug von Augmented und Virtual Reality sind Chancen und Risiken verbunden, auf die die Unternehmen reagieren.

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Im Audi Production Lab tüfteln Produktionsplaner an innovativen Technologien für die Produktion der Zukunft. Eine vielversprechende Technik ist die Handprojektion.
Im Audi Production Lab tüfteln Produktionsplaner an innovativen Technologien für die Produktion der Zukunft. Eine vielversprechende Technik ist die Handprojektion.
(Bild: Audi)

Wenn sich am 8. und 9. September in München die Teilnehmer zur VDI-Fachkonferenz „Mobile Endgeräte in der Produktion – Augmented und Virtual Reality im Unternehmenseinsatz“ versammeln, so erwartet sie ein zweitägiges Programm, welches wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen aus verschiedensten Branchen vermittelt. In Fachvorträgen, Diskussionsrunden und in einer begleitenden Fachausstellung werden Entwicklungen und Anwendungen aus den Bereichen Maschinenbau, Antriebstechnik, Automobilproduktion, Automatisierungstechnik, Logistik, Luftfahrt, Hausgerätefertigung und Flughafenbetrieb beleuchtet.

Datenbrillen regulär in bestimmten Prozessen einsetzen

Einer der Referenten ist Dr.-Ing. Johannes Tümler, Forschungsmitarbeiter der Volkswagen-Konzernforschung „Virtuelle Techniken“, der sich in seinem Vortrag mit der Thematik „Modernes Training im Automobilbau – Mitarbeiterschulung durch Augmented Reality“ auseinandersetzen wird. Bei Volkswagen wird der Einsatz von Datenbrillen seit mehr als 15 Jahren erforscht. In der Vergangenheit stand einerseits die Erforschung von Trackingalgorithmen und andererseits die Erstellung von Anwendungsdemonstratoren zum Nachweis der Machbarkeit im Vordergrund. Die Endgeräte waren PC-gebunden und wenig mobil. Diese Situation hat sich in den letzten drei Jahren grundlegend geändert. Durch die aktuellen Fortschritte im Bereich der Consumer-Elektronik hin zu hoch integrierten Endgeräten mit Smartphone-ähnlichen Eigenschaften ist es heute bereits möglich, Datenbrillen regulär in bestimmten Prozessen einzusetzen. So besteht ein Vorschlag der VW-Konzernforschung darin, die Brillen nicht mit dynamischen Augmented-Reality-Visualisierungen zu nutzen, sondern anstelle dessen statische Bilder, Videos und Texte zur Unterstützung zu verwenden. In seinem Referat wird Tümler einen Anwendungsfall beschreiben, der im Bereich der Qualifizierung von Mitarbeitern liegt.

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Augmented Reality wird für Mitarbeiterschulungen genutzt

Für das Training von Mitarbeitern in der Fertigung wurde zusammen mit dem Trainingszentrum der Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover ein System entwickelt, welches aus einer Datenbrille und einem Tablet besteht. Das Tablet dient dabei sowohl als Autorenwerkzeug für den Trainer als auch als Arbeitsmittel bei der eigentlichen Durchführung eines Trainings. Im Autorenmodus nutzt der Trainer Fotos und Bilder, die das reale Bauteil beziehungsweise den Prozess verdeutlichen. Diese Bilder werden um Annotationen und Icons ergänzt. Es können drei verschiedene Schwierigkeitslevel abgebildet werden. Im Trainingsmodus verteilt das Tablet die Trainingsdaten an eine Datenbrille. Der Trainee trägt diese Brille und arbeitet mit den dargestellten Informationen Schritt für Schritt den Arbeitsprozess ab. Dabei steuert der Trainee entweder seine Arbeitsschritte selbst oder der Trainer steuert mittels Tablet als „Fernbedienung für die Brille“. Am Ende eines Trainings kann das Tablet dafür genutzt werden, ein Gespräch zur Auswertung zu führen.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde

Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde

Fachredakteurin für Wirtschaft und Technik